Molly kommt mit 750 Gramm in SSW 25 auf die Welt

Frühgeburt im Urlaub - warum Mutter und Baby jetzt auf Zypern festsitzen

Baby in Brutkasten.
Bethanys Tochter Molly erblickt mehr als drei Monate zu früh das Licht der Welt.
Bethany Cleathero, Privat

Es sollte ein entspannter Familienurlaub auf Zypern werden. Doch Bethany Smith erlebt etwas, wovor werdende Mütter womöglich mit am meisten Angst haben: Ihre Tochter Molly erblickt mehr als drei Monate zu früh das Licht der Welt. Die Familie bangt um die Gesundheit der Kleinen. Doch als wäre der Schreck nicht schon groß genug: Jetzt muss Bethany darum kämpfen, ihre kleine Molly mit einem medizinischen Flug nach Hause bringen zu können.

Gewicht von nur 750 Gramm

Vater und Mutter auf Zypern
Bethany und Jan Smith aus Devon waren auf Zypern, als ihr Baby bereits in der 25. Schwangerschaftswoche und damit viel zu früh zur Welt kam.
Bethany Cleathero, Privat

Die 27-jährige Bethany Smith brachte ihre kleine Molly mit nur 25 Wochen und drei Tagen Schwangerschaft im Familienurlaub auf Zypern zur Welt. Die Wehen hätten am 29. Juni eingesetzt. Es war der letzte Tag einer siebentägigen Reise der Britin mit ihrem Mann und ihren beiden Kindern auf der Ferieninsel.

"Es war schrecklich, ich wusste, dass ich so früh dran war und hatte Angst, dass das Baby nicht überleben würde", sagte sie der britischen Zeitung „The Sun“: "In diesem Moment fühlte ich mich so allein, wir waren so weit weg von zu Hause und hatten einfach nicht damit gerechnet, dass so etwas passieren würde." Mit einem Gewicht von nur 750 Gramm wurde Molly am 29. Juni in einem Krankenhaus in Ammochostos bei Famagusta geboren.

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Bethany und ihrem 28-jährigem Mann Jan Cleathero drohen nun eine Krankenhausrechnung von 100.000 Pfund (ca.116.430 Euro) und ein viermonatiger Aufenthalt auf Zypern. Die dreifache Mutter aus Exeter versucht nun, ihre Tochter mit einem medizinischen Flug nach Hause ins Vereinigte Königreich zu bringen. Vater Jan musste kurz nach der Geburt mit seinen beiden anderen Kindern nach Großbritannien zurückkehren und konnte Molly nicht mehr kennenlernen.

Der Zeitung "The Sun" sagt Bethany dazu: "Ich habe noch nie in meinem Leben um Hilfe gebeten, aber wir sind in einem anderen Land, wir sprechen die Sprache nicht und wir müssen Molly einfach zurück nach Großbritannien bringen." Zwar gehe es ihr gut, jedoch seien ihre Organe noch nicht voll entwickelt, weshalb jederzeit etwas schief gehen könne. "Wir wollen sie so schnell wie möglich nach Hause in ein spezialisiertes Kinderkrankenhaus bringen."

Bethany und Jan sammeln jetzt 30.000 Pfund auf der Crowdfundingplattform „GoFundMe“, um ihre kleine Molly heim zu holen. Dort schreibt Jan: "Als Familie versuchen wir, so viel wie möglich aufzubringen, aber ich bin mir mehr als bewusst, dass wir Hilfe brauchen, um Molly nach Hause zu bringen!“ Nachdem er mit der britischen Botschaft gesprochen habe, sei dies „unsere beste Option“, begründet Jan seinen Hilferuf auf der Crowdfundingplattform. (cba)