Nach der Geburt begann sofort der Kampf gegen den Krebs

Frau bekommt Brustkrebsdiagnose nur 6 Stunden bevor sie ihr erstes Kind zur Welt bringt

© instagram.com/ruralgoneurban/, Taylor

6. November 2019 - 17:00 Uhr

Schwangere bemerkte einen Knoten in ihrer Brust

Die US-Amerikanerin Brooke Taylor (32) aus Oklahoma wusste, dass etwas nicht mit ihr stimmt, als sie während des zweiten Trimesters ihrer Schwangerschaft einen Knoten in der Brust ertastete. Ihr Arzt nahm an, dass es nur eine Nebenwirkung ihrer Schwangerschaft sei. Wochen später, im Juli 2019, drängte sie zu einer Biopsie. Einen Tag später bekam sie die Diagnose: Brustkrebs. Und dann ging alles ganz schnell.

Brooke Taylor kämpft seit August 2019 gegen den Krebs

Nach der lebensbedrohlichen Diagnose hat es keine sechs Stunden gedauert und Brooke war im Krankenhaus, wo sie durch einen Notkaiserschnitt ihr Kind zur Welt brachte. Ihre Tochter namens Elsie James ist kerngesund.

"Wir waren den ganzen Tag unter Schock und zeitgleich damit beschäftigt, unser neugeborenes Baby zu genießen", erinnert sich die junge Mutter im Interview mit "Good Morning America" an die ersten Stunden nach der Geburt.

Wenige Tage später erfuhr Brooke, dass sie an invasivem duktalen Brustkrebs im dritten Stadium leidet - die Sorte Krebs, die im Milchgang entsteht. Scans zeigten zwei Tumore in ihrer rechten Brust und einen in ihrer linken Brust. Schuld an ihrer Erkrankung sei das BRCA1-Gen, das sie in sich trage und ihr Brustkrebsrisiko um 70 Prozent erhöhe.

Brooke will andere Krebs-Patienten mit ihrer Geschichte inspirieren

Anfang August 2019 begann Taylor bereits die erste ihrer 16 Runden Chemotherapie. Auf Instagram teilt die junge Mutter nun ihre Geschichte, um anderen Kraft zu schenken, die wie sie gegen den Krebs kämpfen. Mit ihren Posts versuche sie auch darauf aufmerksam zu machen, dass Brustkrebs nicht nur eine Krankheit von alten Menschen ist, sondern auch viele junge Menschen daran erkranken.

Junge Mutter muss Schock-Diagnose überwinden

Das Muttersein konnte Brooke bisher nicht groß genießen. "Nach drei Monaten habe ich das Gefühl, dass der Schock endlich abgeklungen ist und ich mich als Mutter besser mit Elsie verbinden kann", erklärte Taylor bei "Good Morning America" weiter.

Durch die Chemo hat die 32-Jährige bereits alle Haare verloren, auf vielen Fotos zeigt sie sich mit einer Perücke. Doch auch Fotos von sich mit Glatze, an ihren schlechten Tagen, an denen sie nur müde und schlapp ist, zeigt sie bei Instagram.

Brooke hat noch einen langen Weg vor sich

Nach dieser kräftezehrenden Phase steht Brooke Taylor jetzt noch eine Doppelmastektomie, sechs Wochen Bestrahlung und eine Brustrekonstruktion bevor.

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Brooke ist nur eine von vielen Betroffenen

Einen ähnlich dramatischen Fall gab es kürzlich im US-Bundesstaat Kalifornien: Dort brachte die an Brustkrebs erkrankte Jade Davis (36) während ihrer Chemotherapie ein gesundes Baby zur Welt.