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Formel 1- Weltverband macht Weg frei für neue Motoren: Volkswagen bald in der Formel 1?

Weltverband macht den Weg frei für neue Motoren

Volkswagen bald in der Formel 1?

Neben Honda konnten schon bald auch andere Motorenhersteller in die Formel 1 rücken.
Neben Honda konnten schon bald auch andere Motorenhersteller in die Formel 1 rücken.
R4997 Hasan Bratic, picture alliance

Neue Wege für neue Motorenhersteller

Wenn wir eines in der zurückliegenden Formel-1-Saison gelernt haben, dann, dass die Motorenpower Rennen entscheidet. Ab 2026 könnten ganz neue Player mitmischen, dafür hat der Motorsportweltverband FIA den Weg frei gemacht. Die jetzt vorgestellten Rahmenbedingungen des neuen Regelwerks sehen eine Vereinfachung der Hybrid-Antriebe und eine stärkere Gewichtung des Elektro-Motors vor. Damit ebnet der Verband wie erwartet den Weg für günstigere Formel-1-Motoren. Das soll potenziellen Neulingen wie Volkswagen den Einstieg schmackhaft machen.

Die technischen Details

Auf vier Säulen baue das neue Reglement auf. Weiterhin soll ein 1,6-Liter-Verbrennungsmotor mit sechs Zylindern zum Einsatz kommen, die Leistung des Elektro-Antriebs soll aber auf 350 kW (475 PS) steigen, sie wird damit beinahe verdreifacht. Zudem soll künftig auch für die Motoren-Entwicklung eine Budgetobergrenze gelten.

Eine der wichtigsten Maßnahmen zudem: Das Energierückgewinnungssystem MGU-H wird abgeschafft. Dieses generiert aus der Hitze der Abgase des Verbrenners elektrische Energie, ist aber äußerst komplex und teuer in der Entwicklung. Auch auf Volkswagen hätte ein Erhalt der MGU-H abschreckend gewirkt, zumal die Technologie kaum Relevanz für den Bau von Straßenautos hat.

Neulinge sollen es leichter haben

Der Autobauer aus Wolfsburg mit seinen Marken Audi und Porsche soll starkes Interesse am Einstieg in die Formel 1 haben, die Königsklasse versucht daher, die Einstiegshürde zu senken. Auch der Vorsprung der bereits aktiven Hersteller soll nicht zu groß sein. Es müsse Neulingen möglich sein, "auf einem wettbewerbsfähigen Level einzusteigen", teilte die FIA mit.

Eine detailliertere Version des Reglements für die neuen Motoren, die ab 2026 mit "zu 100 Prozent nachhaltigen Kraftstoffen" betrieben werden sollen, werde nun entwickelt und Anfang 2022 erneut dem Motorsport-Weltrat vorgelegt. (sid/lgr)