Mercedes-Chef im RTL-Interview

Toto Wolff weint Rennleiter Michael Masi keine Träne nach

Der Stachel im Mercedes-Lager sitzt immer noch tief – auch über zwei Monate nach dem kontroversen Formel-1-Finale. „Abu Dhabi war nur der Höhepunkt mit einem dramatischen Outcome“, sagt Toto Wolff im RTL-Interview. Offen gibt der Mercedes-Teamchef zu, dass er dem geschassten Rennleiter Michael Masi keine Träne hinterher weine. Der Österreicher verrät im Gespräch mit RTL-Reporter Peter Reichert zudem, wie für Lewis Hamilton die Wochen nach dem bitteren WM-Finale waren. Und er erklärt oben im Video, welche Rolle George Russell an der Seite von Hamilton einnehmen soll.

Video: Hamilton ist zurück

Hamilton ist zurück im silbernen Mercedes "Nie gesagt, dass ich aufhöre"
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"Nie gesagt, dass ich aufhöre"
Hamilton ist zurück im silbernen Mercedes

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Valtteri Bottas hatte auch nicht die Rolle eines Wasserträgers

Da stand Lewis Hamilton nun also, gleich neben dem neuen Silberpfeil, das Mercedes-Outfit war frisch gebügelt - und der Rekordweltmeister lächelte. "Ich habe nie gesagt, dass ich aufhöre, ich liebe doch, was ich tue", sagte er im Plauderton. Und damit waren dann auch die allerletzten Zweifel ausgeräumt: In vier Wochen kommt Hamilton als Jäger zurück in die Formel 1.

Und für ihn hat sich nicht nur der Look des Autos verändert, auch sein Teamkollege ist neu. George Russell, 24 Jahre alt, ebenfalls Brite und die letzten drei Jahre für Williams gefahren. Toto Wolff freut sich auf die neue Fahrer-Paarung: „Wir haben den Lewis, den Allerbesten, und mit dem George einen jungen Mann, der hoch kommt, der das Talent hat und auch Ergebnisse in den Junior Formeln geliefert hat.“ Das sei zwar nicht der einfachste Weg, allerdings betont Wolff: „Ich denke wir haben die stärkste Fahrer-Paarung in der Formel 1 und müssen das richtig konditionieren.“

Beide Fahrer sind Briten, wie auch viele andere Mitarbeiter im Mercedes Team. Angst vor irgendwelchen Grüppchenbildungen oder gar unfaire Manöver befürchtet Wolff dennoch nicht. „Wir sind ein internationales, multikulturelles Team“. Beide Fahrer seien aufgrund ihrer Leistung bei Mercedes und nicht wegen ihrer Nationalität.

Und eben die besagte Leistung heißt es auch 2022 auf ein Neues zu beweisen. „Wir fangen bei Null an“, sagt Toto Wolff bei der Präsentation des neuen Silberpfeils. Acht Titel, aber Erfolge aus der Vergangenheit würden nichts garantieren, betont der Mercedes-Teamchef. (jma/sid)