Vettel hilft Mick weiter

Steiner: „Cool und korrekt von Seb“

05. Mai 2021 - 13:46 Uhr

Formel 1: Teamchef Günther Steiner im RTL-Interview

Der viermalige Weltmeister Sebastian Vettel steht Formel-1-Neuling Mick Schumacher mit Rat zur Seite. Haas-Teamchef und Schumacher-Boss Günther Steiner findet das vertrauensvolle Verhältnis zwischen dem F1-Schüler und F1-Meister "cool" und "korrekt", wie er im exklusiven RTL/ntv-Interview erklärte. Im Video spricht der Südtiroler auch über das Überholmanöver von Schumacher in Portugal und was er aus den Duellen im hinteren Mittelfeld alles lernen kann.

"Sie sprechen öfter"

Sebastian Vettel und Mick Schumacher – das passt. "Ich glaube, sie haben ein gutes Verhältnis. Ich weiß, dass sie öfter sprechen", verriet Steiner. "Das finde ich cool von Sebastian, dass er ihm weiterhilft und probiert, ihm Antworten zu geben. Das finde ich schön und korrekt." Es sei "einfach schön, dass sie sich gut verstehen. Dass der eine sagt: Ich bin ein bisschen älter und helfe dem Jüngeren."

Während Vettel im Aston Martin zurzeit selbst noch nach der Form sucht, blickt Schumi jr. auf sein erstes eigenes Überholmanöver in der Formel 1 zurück. Die unermüdliche Jagd am Ende des Feldes auf Nicholas Latifi im Williams beeindruckte Fans und Experten.

"Er will Erfahrung machen, mit jemandem zu kämpfen. Du lernst ja, wenn du hinter jemandem fährst. Wie kann ich ihn unter Druck setzen? Er ist in dieser Hinsicht sehr intelligent, er probiert verschiedene Sachen", analysierte der 56-Jährige Steiner.

Dabei überschreite Mick nicht die Grenzen. "Er geht nicht übers Limit. Er macht das gut. Das Limit muss man austesten. Sonst drehst du dich und stehst als Depp da. Beide steigern sich jedes Mal und kommen näher ans Limit."

Im Vergleich zu Mick schneidet Stallrivale Mazepin deutlich schlechter ab. Der Russe beendete auch das Rennen in Portugal abgeschlagen als Letzter und verärgerte immer wieder seine Kollegen. Ganz anders Schumacher, der sich auf das Wesentliche fokussiert: Leistung auf der Strecke.

Steiner: Mick lebt "nicht nur von Nachnamen"

Mick im Scheinwerferlicht, eine inzwischen gewohnte Angelegenheit für Haas und Steiner "Er zieht viel Aufmerksamkeit auf sich. Er hat immer viel Promotion-Power, weil er Schumacher heißt. Aber mit den kleinen Erfolgen wird das nochmal bestätigt", erklärte Steiner, der aber auch betont, dass sich sein Schützling den guten Ruf und die Ergebnisse hart erarbeitet hat.

"Er verdient es sich selbst. Er lebt nicht nur vom Nachnamen. Er arbeitet hart. In Rennen drei so zu fahren, da muss man den Hut ziehen. Umso härter du arbeitest, umso mehr Glück wirst du haben."

Die nächste Portion Glück kann sich Schumacher, und vielleicht auch Mazepin, schon am Sonntag erarbeiten. Dann steigt schon der Große Preis von Spanien (ab 14 Uhr live bei RTL).

MSC

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