Kein Einsehen, aber trotzdem abgehakt

Red Bull legt Silverstone-Unfall von Verstappen zu den Akten

Diskussionen wird es weiterhin geben, nur geht es ab jetzt wieder um andere Themen: Red Bull schließt die Akte Silverstone endgültig.
Diskussionen wird es weiterhin geben, nur geht es ab jetzt wieder um andere Themen: Red Bull schließt die Akte Silverstone endgültig.
© imago images/Motorsport Images, Steven Tee via www.imago-images.de, www.imago-images.de

30. Juli 2021 - 17:45 Uhr

Alles versucht, aber Entscheidung bleibt

Mit allen Regeln der Kunst hat Red Bull versucht, eine Änderung der Entscheidung um den Formel-1-Unfall zwischen Max Verstappen und Lewis Hamilton in Silverstone herbeizuführen. Am Ende brachte es aber nichts, die FIA blieb bei ihrer Bewertung. Nach zunächst großem Ärger scheint Red Bull den Fall nun aber ad acta zu legen. So erklärt es jedenfalls Teamchef Christian Horner.

Krieg geht auf der Strecke bereits weiter

"Was uns angeht, ist das Kapitel nun abgeschlossen", erklärte Horner bei der offiziellen Pressekonferenz nach dem 1. Freien Training in Ungarn. Zwar bleibt Red Bull seinem Standpunkt treu, so galt die Revision aber nicht Lewis Hamilton persönlich: "Er ist siebenmaliger Weltmeister, das spricht für sich selbst. Wir haben im Antrag auch nie behauptet, dass es eine absichtliche Aktion von Lewis war."

Überrascht war Horner dagegen von der Reaktion seitens Mercedes, die laut ihm "ein bisschen feindselig" gewesen sei. Dennoch versicherte der Teamchef, dass unabhängig der Geschehnisse auch weiterhin Gespräche mit Nemesis Toto Wolff stattfinden würden.

Eben dieser Wolff lieferte in einer weiteren Medienrunde eine Erklärung für die Schärfe der Mercedes-Mitteilung. "Wir wollten ein bisschen Respekt zurückbringen in die Diskussion. Wir hatten das Gefühl, dass die Grenze überschritten wurde", sagte er. "Die Kommentare nach dem Rennen, schriftlich und auch im Meeting waren unterhalb der Gürtellinie. Wir sollten deeskalieren und nicht noch mehr Öl ins Feuer gießen." Weder er noch Hamilton würden aber nun irgendwelche Entschuldigungen einfordern.

Auf der Strecke geht der Zwist zwischen Red Bull und Mercedes weiter: Im 1. Freien Training am Hungaroring berührten sich Verstappen und Hamilton sogar schon bei der Fahrt aus der Garage um ein Haar. (lde)