Für Baku-Manöver

Schumacher: Mazepin "hat sich entschuldigt"

17. Juni 2021 - 15:08 Uhr

Mick hätte "wohl nicht" so gezuckt

Der Ärger von Formel-1-Rookie Mick Schumacher über seinen Haas-Rivalen Nikita Mazepin ist auch knapp zwei Wochen nach dem Beinahe-Crash von Baku nicht komplett verraucht. "Er hat sich entschuldigt. Wir sind glaube ich okay", sagte der 22-Jährige am Rande des Frankreich-GP in Le Castellet in einer virtuellen Runde mit deutschsprachigen Medien, fügte aber an: "Ich hätte das vom Teamkollegen nicht erwartet, ich hätte das wohl nicht gemacht." Im Video sehen Sie, wie Haas-Temachef Günther Steiner die heikle Szene einschätzt.

Highspeed-Zucken von Baku erregt Schumachers Gemüt

Mazepin hatte beim Großen Preis von Aserbaidschan versucht, seinen 13. Platz auf den letzten Metern des Rennens mit allen Mitteln gegen den heranstürmenden Schumacher zu verteidigen. Der Russe zuckte nach rechts, Schumacher reagierte aus kurzer Distanz blitzschnell und zog doch noch vorbei. "Will er uns alle umbringen?!", schimpfte der Deutsche im Boxenfunk. Tatsächlich hätte die Sache übel ausgehen können.

"Ich war erstaunt, weil wir zu dem Zeitpunkt um die 320 km/h schnell waren", sagte Schumacher. Wenn es daneben gegangen wäre, hätte er "wohl die Bäume von oben gesehen", so Schumi jr.: "So etwas wie in Baku sollte nicht mehr passieren." Im persönlichen Verhältnis der beiden habe sich "nichts verändert", auf der Strecke sollte es "okay" sein, sagte Schumacher.

Nach den Gesprächen im Team gehe er davon aus, dass das "Vertrauen wieder aufgebaut" werden könne. Er glaube, dass Masepin "nach einer Zeit daraus lernen wird. Ich kann ihm da nix beibringen." Der 22-jährige Russe Masepin, wie Schumacher ein Formel-1-Rookie, hatte sich in den ersten sechs Rennen bereits den Zorn mehrerer Fahrer zugezogen. (sid/mar)

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