Wie stehen Deutschlands Chancen?Spanien wird Weltmeister! Forscher aus Dortmund berechnen WM-Favoriten

von Annalena Kirsten

Am Donnerstag (11.06.) startet die Fußball-Weltmeisterschaft – und die große Frage lautet wie immer: Wer holt den Titel? Wissenschaftler aus Dortmund haben die WM statistisch am Computer durchgespielt.

Spanien laut Statistik vorne

Die Statistiker der TU Dortmund haben die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 in Nordamerika 100.000-mal simuliert. Ihr Ergebnis: Spanien geht als Top-Favorit ins Rennen. Dahinter folgen England und Frankreich. Auch Deutschland hat laut Berechnungen Chancen: Die Nationalmannschaft kommt auf eine Titelwahrscheinlichkeit von knapp elf Prozent – und liegt damit weiter vorne als bei den Wettanbietern. Auf den Straßen in NRW gehen die Meinungen auseinander. Viele setzen auf klassische Favoriten wie Frankreich oder Spanien, andere tippen aus Überzeugung auf Deutschland, ganz wenige setzten auf Außenseiter.

So funktioniert die Simulation

In die Berechnungen der Forscher flossen zahlreiche Faktoren ein: Ergebnisse vergangener Länderspiele, Wettquoten, Marktwerte der Spieler und Leistungsbewertungen. Auf dieser Basis wurde das Turnier immer wieder neu simuliert, um Wahrscheinlichkeiten zu ermitteln. In der Vergangenheit haben die Modelle auch schon richtig gelegen – beim WM-Titel Spaniens 2010.

Anzeige:
Empfehlungen unserer Partner

Favoriten gewinnen nicht immer

Trotz aller Daten bleibt Fußball unberechenbar. Statistisch gesehen setzt sich der Top-Favorit nur in etwa 20 Prozent der Fälle durch. Auch Experten raten deshalb: Wer tippen will, sollte sich an Wettquoten orientieren – sie bilden viele Faktoren ab und berücksichtigen auch den Zufall.

Deutschland will überraschen

DFB-Sportdirektor Rudi Völler gibt sich vor dem Turnier kämpferisch: Die Mannschaft wolle vor allem schwer zu schlagen sein. Am Ende entscheiden jedoch 104 Spiele – und möglicherweise ein einziger Moment, denn gerade bei einer WM kann ein spätes Tor alles verändern.