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Formel 1 in Silverstone: Lewis Hamilton muss gewinnen, sonst ist die Statistik kaputt!

God save the Record!

Darum muss Lewis Hamilton beim Heimspiel in Silverstone gewinnen

FORMULA 1 BRITISH GRAND PRIX, 18/07/2021 Silverstone Circuit,18 July 2021 Lewis Hamilton GBR, Mercedes AMG Petronas W12 celebrates winning with a Union Jack flag during the FORMULA 1 PIRELLI BRITISH GRAND PRIX RACE at Silverstone, United Kingdom Edit
Wird die britische Fahne ganz oben auf dem Treppchen wehen? Lewis Hamilton hätte jedenfalls einen triftigen Grund dafür.
www.imago-images.de, imago images/Every Second Media, Phil Duncan via www.imago-images.de

Von Ludwig Degmayr

Trotz des Podiums beim Großen Preis von Kanada läuft es für Lewis Hamilton in der aktuellen Saison noch überhaupt nicht nach Plan. Es kann sogar noch schlimmer kommen: Gewinnt der Mercedes-Pilot seinen Heim-GP in Silverstone am kommenden Wochenende nicht, ist es das bis dato schlechteste F1-Jahr überhaupt für den siebenfachen Champion. Grund dafür ist die atemberaubenden Karrierestatistik Hamiltons in der Königsklasse.

Ähnliche Situation wie 2009 und 2013

Viele Fans wissen nämlich gar nicht, wie erfolgreich der Brite selbst in den Saisons ohne Fahrer-Titel war. Er ist der bislang einzige Fahrer in der Geschichte der F1, dem in jedem aktiven Jahr ein Sieg gelang. Seit seinem Debüt im McLaren 2007 stand Hamilton also mindestens einmal pro Jahr ganz oben auf dem Podest.

Selbst in schwierigen Jahren wie 2009, als McLaren die damalige Regelnovelle mit der kompletten Veränderung der Optik der Autos völlig in den Sand setzte, gelangen dem damals frisch gebackenen erstmaligen Weltmeister zwei Siege.

Oder auch 2013, als Hamilton nach sechs Jahren bei seinen Förderern Ron Dennis und McLaren den seiner Zeit höchst riskanten Schritt zu Mercedes machte – auch dank der Überredungskunst eines Niki Laudas. Der Wechsel sollte sich letztlich auszahlen, doch im Premieren-Jahr des heute nicht mehr wegzudenkenden Duos waren Red Bull oder besser gesagt Sebastian Vettel das Maß aller Dinge. Und trotzdem fuhr Hamilton beim Ungarn-GP auf Platz eins im Ziel. Dass Teamkollege Nico Rosberg im selben Jahr gleich zwei Siege einsackte, hängen wir an dieser Stelle mal nicht an die große Glocke ...

British Formula One driver Lewis Hamilton of McLaren Mercedes passes the finish line with checkered flag as he won the Grand Prix at the Hungaroring race track in Mogyorod near Budapest, Hungary, Sunday 26 July 2009. Photo: FELIX HEYDER +++(c) dpa -
Dieses Auto war eigentlich nicht gut genug für Siege, aber Lewis Hamilton war das egal. Hier gewinnt er mit McLaren den Ungarn-GP 2009.
dpa, A3724 Felix Heyder

Wie soll es gegen Red Bull und Ferrari nur klappen?

Die Saison 2009 und 2013 haben aber noch deutlich mehr gemeinsam. In beiden Jahren dauerte es exakt zehn Saisonrennen, ehe die Nummer 44 den Siegerpokal einheimste.

2022 bleibt Hamilton für die Wiederholung dieser „Mindestanforderung“ nur noch wenig Zeit, ja gar nur noch eine einzige Chance. Tatsächlich handelt es sich beim GP in Silverstone um das ominöse zehnte Rennen im aktuellen Rennkalender. Das bedeutet, dass der Sieg für die Aufrechterhaltung dieser – zugegebenermaßen unglaublichen – Statistik ein Muss ist.

Der Ort dafür könnte kaum passender sein, doch scheitern wird es eher am derzeitigen fahrbaren Untersatz. Zwar zeigte die Formkurve von Mercedes zuletzt leicht nach oben, doch Ferrari und Red Bull sind immer noch schneller als das Weltmeister-Team. Die Roten Bullen haben in den letzten Rennen eine Dominanz an den Tag gelegt, die schon fast an die goldenen Vettel-Jahre erinnerte. Für Hamilton braucht es deswegen einiges seiner Magie. Und vielleicht das nötige Glück, dass dem siebenfachen Champion im Vergleich zu den Vorjahren momentan fehlt. (lde)

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