Fragen und Antworten zum Aserbaidschan-GP

Top-Speed oder Kurvenstärke: Wer triumphiert beim Formel-1-Spektakel von Baku?

Formula 1 2021: Azerbaijan GP BAKU CITY CIRCUIT, AZERBAIJAN - JUNE 04: Sergio Perez, Red Bull Racing RB16B during the Azerbaijan GP at Baku City Circuit on Friday June 04, 2021 in Baku, Azerbaijan. Photo by Mark Sutton / Sutton Images Images PUBLICAT
In der Altstadt Bakus geht's in der Formel 1 seit ein paar Jahren richtig rund
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Die Formel 1 startet in einen weiteren intensiven Double-Header. Vor der Reise nach Kanada gastiert die Königsklasse am Wochenende in Aserbaidschan. Das achte Saisonrennen auf dem Stadtkurs von Baku (Sonntag, 13 Uhr LIVE im RTL-Ticker) dürfte wie jedes Jahr viel Spektakel bieten.

Wer gewinnt am Kaspischen Meer?

Vorhersagen sind in Aserbaidschan schwierig. Das Rennen ist oft chaotisch, die erste Startreihe weniger wert als auf anderen Strecken. Nur einmal (2019, Valtteri Bottas) siegte der Pole-Setter. Am grundlegenden Kräfteverhältnis an der Spitze hat sich wenig geändert. Ferrari und Red Bull gehen als große Favoriten an den Start.

Weltmeister Max Verstappen kündigte nach seinem späten Unfall im Vorjahr an, "noch eine Rechnung" mit Baku offen zu haben. Titelanwärter Charles Leclerc muss nach zuletzt zwei Rückschlägen einen Konter für die Scuderia setzen.

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Was macht die Strecke in Baku besonders?

Der Stadtkurs am Kaspischen Meer ist abwechslungsreich und kompliziert. Die Boliden zwängen sich durch die ebenso enge wie ansehnliche Altstadt, hinzu kommt eine Highspeed-Jagd, wie sie selten ist im Kalender. Der Erfolg hängt vom richtigen Kompromiss zwischen Speed auf der langen Geraden zurück zu Start und Ziel und dem nötigen Abtrieb in den Altstadtpassagen ab.

Red Bull wähnt sich in puncto Top-Speed im Vorteil, Teamberater Helmut Marko räumt aber auch ein. „In den langsamen Kurven ist Ferrari besser als wir.“ Interessant wird also sein, wie die Teams ihre Boliden für die schnellen respektive langsamen Sektoren abstimmen.

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Kann Mercedes wieder mitmischen?

Eher nicht! Die Silberpfeile waren schon im Vorjahr nicht mehr der Baku-Primus, tun sich mit Stadtkursen seit geraumer Zeit schwer. In Monaco konnte Mercedes nicht an die starke Spanien-Performance anknüpfen, hatte im Kampf um das Podest nichts zu melden. Ein Besuch auf dem Treppchen dürfte für George Russell und/oder Lewis Hamilton nur drin sein, wenn die Top Teams patzen.

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Was ist mit Mick Schumacher und Sebastian Vettel?

Der Druck auf Schumacher wächst. Seinen erneuten Unfall samt Totalschaden am Haas-Boliden in Monaco kommentierte Teamchef Günther Steiner mit mahnenden Worten. Der 23-Jährige, der als einer von nur zwei Stammfahrern (neben Nicholas Latifi) auf den ersten WM-Punkt wartet, muss liefern. Für die Punkte muss es dabei nicht zwingend reichen. Ein erneuter Patzer würde sein Standing aber weiter schwächen - und die Zukunft in der Formel 1 gefährden.

Vettel reist mit besten Erinnerungen nach Baku. Im Vorjahr holte der viermalige Weltmeister hier als Zweiter sein erstes Podium für Aston Martin. "Es ist schön, zurück zu sein", sagte Vettel, "es ist für mich ein besonderes Rennen." Eine weitere Top-3-Platzierung ist utopisch, die erneute Fahrt in die Punkte wäre in diesem Jahr bereits ein Erfolg. (sid/mar)