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Formel 1: FIA-Boss Mohammed bin Sulayem rudert nach Kritik an Hamilton und Vettel zurück

Nack Kritik an Hamilton und Vettel

FIA-Boss Mohammed bin Sulayem rudert zurück

Formula 1 2022: Monaco GP CIRCUIT DE MONACO, MONACO - MAY 28: Sebastian Vettel, Aston Martin, with Mohammed bin Sulayem, President, FIA during the Monaco GP at Circuit de Monaco on Saturday May 28, 2022 in Monte Carlo, Monaco. Photo by Mark Sutton /
Mohammed bin Sulayem und Sebastian Vettel
www.imago-images.de, IMAGO/Motorsport Images, IMAGO/Mark Sutton

Eigentlich hatte FIA-Präsident Mohammed bin Sulayem die Formel-1-Veteranen Sebastian Vettel und Lewis Hamilton für deren soziales Engagement ziemlich eindeutig kritisiert. Aber: Der 60-Jährige aus den Vereinigten Arabischen Emiraten fühlt sich dabei missverstanden.

„Niki Lauda und Alain Prost haben sich nur ums Fahren gekümmert"

„Als Fahrer habe ich immer an den Sport als Katalysator des gesellschaftlichen Fortschritts geglaubt. Deshalb ist die Förderung von Nachhaltigkeit, Diversität und Inklusion eine der wichtigsten Prioritäten meines Amts“, twitterte bin Sulayem und ergänzte: „Ebenso schätze ich das Engagement aller Fahrer und Champions für eine bessere Zukunft.“

Zuvor hatte es nach einem Interview des neuen Weltverbandschefs Kritik gegeben. „Niki Lauda und Alain Prost haben sich nur ums Fahren gekümmert. Jetzt fährt Vettel ein Regenbogenfahrrad, Lewis engagiert sich leidenschaftlich für Menschenrechte und Lando Norris befasst sich mit psychischer Gesundheit“, sagte FIA-Boss dem Fachportal „grandprix247.com“ in der Vorwoche: „Jeder hat das Recht zu denken. Für mich geht es darum zu entscheiden, ob wir dem Sport ständig unsere Überzeugungen aufzwingen sollten.“

„Man versucht Sport und Politik zu trennen“

Er komme selbst aus der arabischen Kultur, sagte bin Sulayem: „Ich bin international und muslimisch.“ Er dränge seine Überzeugungen aber niemandem auf. „Auf keinen Fall! Niemals“, sagte er und verwies darauf, wie weltoffen und fortschrittlich er trotzdem sei.

Im gleichen Interview sagte bin Sulayem, dass ihm der Motorsport mittlerweile „zu politisch“ geworden sei und erklärte, dass „Neutralität“ eines der höchsten Ziele der FIA unter seiner Führung sei. „Man versucht Sport und Politik zu trennen“, sagte er.

Vor allem der viermalige Weltmeister Vettel (Aston Martin) und der siebenmalige Champion Hamilton (Mercedes) zeigen eine andere Einstellung. Die Routiniers scheuen sich nicht, sich zu Missständen zu äußern und für Veränderungen einzusetzen, auch wenn sie anecken. (dpa/mar)