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Formel 1: Fernando Alonso prophezeit Mick Schumacher "eine große Zukunft"

Formel-1-Altmeister "mag Mick wirklich"

Alonso prophezeit Schumacher "große Zukunft"

von Emmanuel Schneider und Martin Armbruster

Ein Weilchen will Fernando Alonso schon noch in der Formel 1 fahren . Ob der Spanier im Spätherbst seiner Karriere noch einmal Weltmeister wird, ist zwar fraglich. Eine Legende des Sports ist Alonso aber so oder so. Der 40-Jährige gewann seine zwei WM-Titel 2005/06 gegen keinen geringeren als Michael Schumacher, lieferte sich teils erbitterte Rad-an-Rad-Kämpfe mit dem Rekordchampion.

Heute, zehn Jahre nach Schumis letztem F1-Rennen fährt Alonso wieder gegen einen Schumacher – Mick. Wie sich das anfühlt, wie er Micks Zukunft einschätzt und wie es wäre, wieder einen Schumacher auf dem Podest zu sehen, verrät Alonso im Interview mit RTL/ntv – Video oben!

"Ich mag ihn vor allem als Mensch"

Wieder gegen einen Schumacher zu fahren, sei „ein Privileg“, erklärte Alonso im RTL/ntv-Interview. Der Respekt für den Haas-Piloten ist immens. „Ich hatte die Gelegenheit, gegen Michael zu fahren über viele Jahre und ich mag Mick wirklich. Er ist ein sehr talentierter Fahrer, ich mag ihn vor allem als Mensch.“

Schumacher hat ein schwieriges erstes Jahr hinter sich. Im unterlegenen Haas fuhr er dem Feld so gut wie immer chancenlos hinterher. Nur seinen Teamkollegen Nikita Mazepin hatte er regelmäßig im Griff. Mit dem neuen VF-22 soll nun der Angriff des US-Teams erfolgen .

„Dieses Jahr wird alles neu sein, der Haas könnte konkurrenzfähig sein“, glaubt auch Alonso. „Wenn das der Fall ist, wird Mick sicher mehr von dem zeigen, was er drauf hat.“

Am Talent und den Fähigkeiten von Schumi jr wird es nicht scheitern, da ist sich Alonso sicher. Er prophezeit Schumacher eine „tolle Zukunft.“ Und, wie er betont, „das nicht, weil der Name Schumacher auf seinem Helm steht, sondern weil er in verschiedenen Klassen gezeigt hat, dass er das Talent, das natürliche Talent hat.“ Zuletzt hatte Schumacher 2020 den Formel 2-Titel gewonnen, anschließend stieg er in die Königsklasse auf.

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Mick auf dem Podium? Alonso drückt die Daumen

Auch wenn die sportliche Realität derzeit noch anders aussieht: Viele Fans träumen davon, dass Schumacher in mittelnaher bis ferner Zukunft den Sprung aufs F1-Podest schafft. Gänsehaut wäre garantiert – auch beim Altmeister.

„Das wäre ganz besonders für den gesamten Sport“, schätzt Alonso das Gedankenspiel ein. „Wieder einen Schumacher auf dem Podest zu sehen oder gar ein Rennen gewinnen, um die WM kämpfen. Das wäre eine riesige Sache und eine sehr schöne Geschichte für die Formel 1. Ich hoffe, er schafft das bald. Für den Sport wäre es nur gut.“

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Alonso: Umstrittenes Finale keine "große Sache"

Eine klare Ansicht hat der zweimalige Weltmeister auch zum kontroversen Formel-1-Finale 2021. Alonso teilte allerdings nicht die Meinung, dass Hamilton um seinen achten Titel (es wäre der alleinige Rekordtitel) betrogen worden sei. „Nein, da hat halt jeder seine Meinung“, sagt Alonso nüchtern. „Für mich war es ein normales Rennen. Ja, es gab da diese eine Entscheidung, aber niemand kann kontrollieren, ob es ein Saftey Car geben wird“, so Alonso weiter.

Der Weltverband FIA versuche nun mal zu tun, was nach eigener Ansicht das Beste sei, glaubt der 40-Jährige. Und dann könne man es eben „nie jedem recht machen“.

FIA-Rennleiter Michael Masi hatte kurz vor Schluss nur die Autos zwischen Max Verstappen und Lewis Hamilton durchgewinkt zum Rückrunden – dann für eine letzte Runde das Rennen freigegeben. Davon profitierte schlussendlich Verstappen. Masi hat inzwischen seinen Job verloren.

Alonso glaubt, die Rennentscheidung habe deswegen so hohe Wellen geschlagen, weil es das letzte Rennen der Saison war. „Deswegen war es eine große Sache. Aber in 20 Jahren passiert so etwas 200 Mal – 200 Mal mir, 200 Mal Michael, 200 Mal Montoya, 200 Mal jedem. Aber es passiert vielleicht im dritten oder fünften Rennen und dann ist es keine große Sache. Hier war es das letzte Rennen, zwei Runden für Schluss. Aber für mich war es keine große Sache.“

Eine große Sache wäre hingegen ein weiterer Podestplatz von Alonso im Alpine-Renner, der am Montag vorgestellt wurde. Nach dem Sensationssieg von Esteban Ocon in Ungarn und dem Überraschungspodium von Alonso in Katar , will das französische Team 2022 nachlegen.

„Durch die neuen Regeln können wir hoffentlich um Podestplätze kämpfen und wenn man jedes Wochenende um Podien kämpft, kommt irgendwann auch der Sieg, wenn sich die Situation ergibt“, sagt der Alpine-Pilot über die Ziele für 2022. Allerdings müsse alles Schritt für Schritt gehen, betont Alonso. Das Gleiche gilt für Mick Schumacher.