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Formel 1: Mick Schumachers Motto für 2022? "Angreifen" - das Lehrjahr ist vorbei

Lehrjahr ist vorbei

Mick-Motto für 2022? "Angreifen"

von Emmanuel Schneider

Das zweite Jahr kann kommen! Mick Schumacher steckt mitten in den Vorbereitungen für seine zweite Formel-1-Saison, die Ende März in der Wüste Bahrains beginnt. Im neuen Renner geht es in dieser Woche erstmals auf den Asphalt. Nach dem Lehrjahr 2021 lautet das Motto nun: angreifen! Die Hoffnung auf Besserung ist groß.

"Pause war genug"

Seit Mitte Dezember pausiert die Formel 1, über zwei Monate nun. Wenn es nach Mick Schumacher geht, dürfte dieser Break noch deutlich kürzer sein. „Von mir aus hätten wir vor einem Monat wieder anfangen können. Pause war genug“, sagt Schumacher erkennbar motiviert im RTL-Interview.

Die Saison beginnt bekanntlich aber erst in vier Wochen, am 20. März mit dem Rennen in Bahrain. Mitte der Woche starten aber schon die mit Spannung erwarteten ersten Winter-Testfahrten in Barcelona. Ein erstes Stelldichein der neuen Boliden und Wiedersehen der Fahrer. Es ist der Startschuss für die zweite Saison des 22-Jährigen.

Unterschiede zur ersten Saison? Schumacher beginnt erst mal mit dem Naheliegendsten. Er sei eben ein Jahr älter geworden ist, sagt er und grinst, erklärt dann aber direkt die Folgen. „Ich bin als Mensch gewachsen.“ Er habe nun die F1 ein Jahr kennen gelernt und sei demnach auch ein Jahr besser vorbereitet. Die erste Saison war vom Team und ihm selbst als „Lehrjahr“ deklariert worden. Damit ist es nun vorbei. Die Erwartungen steigen, das hatte zuletzt auch Teamchef Günther Steiner im RTL-Interview deutlich gemacht . Schumacher will den nächsten Schritt nach vorne machen. 2022 soll nach dem Lehrjahr 2021 das Jahr werden, in dem er mit dem Team angreift.

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Was steckt im VF-22?

Bei dieser wohl nicht ganz so leichten Reise weiß Schumacher im zweiten Jahr, welche Knöpfe er im Team drücken muss. „Ich kann nun offener sein. Das hilft dem Team und mir.“ Er wisse, welches Feedback wichtig ist und „was ich von dem Auto haben möchte“. Auch wenn der Wagen und die Umstände anders sein werden als 2021, wisse er nun, „wie er dorthin kommt“.

Die Saison 2022 ist noch eine Art Blackbox. Ein neues Reglement und neue aerodynamische Regeln versprechen mehr Spannung und ermöglichen Teams wie Haas, einen Satz nach vorne zu machen. Gelingt das dem Rennstall mit dem VF-22? Bis Montag gab es nur Bilder zu sehen, am Mittag ließ das Team den Wagen endlich zum Shakedown von der Leine. Die Hoffnung, dass die Karten neu gemischt werden, sei jedenfalls groß, sagt Schumacher. „Man muss abwarten, das erste Rennen wird es zeigen“. Genauso groß ist die Vorfreude, bald wieder Rennen zu fahren. „Es juckt schon sehr“, verrät Schumi jr. Er glaubt, dass sich in Bezug zur Hackordnung der F1 übers Jahr einiges ändern werde. Vor allem durch verschiedene Updates der Teams zu verschiedenen Zeitpunkten.

Neu in dieser Saison ist auch: Schumacher geht als Ersatzfahrer bei Ferrari an den Start. Diese neue Aufgabe zeige, dass es „sich gelohnt hat, was ich im letzten Jahr geleistet habe“, so Schumacher. „Dass es Teams sehen. Es ist ein großer Schritt.“ Daher hat er selbstredend die neue rote Göttin genau inspiziert. Der neue F1-75 zeige, dass Ferrari ein anderes Konzept gegangen sei, der Wagen sei „recht weit, dennoch hat er eine Delle oben auf dem Sideboard. Das habe ich so bei keinem anderen gesehen.“

Ferrari und der Name Schumacher, das allein weckt schon Hoffnungen und Erwartungen. Viele Fans wünschen sich einen Schumacher als Stammpiloten bei der Scuderia. „Ferrari ist für viele Fahrer ein Ziel, dementsprechend auch für mich,“ sagt er diplomatisch. Ob es so kommen wird, dass er dort landen wird, müsse man abwarten.

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Schumacher hat ein gutes Gefühl

Erstmal aber stehen die Rennen im neuen VF-22 an. „Dieses Jahr ist ein wichtiges Jahr. Wir müssen die Leistungen bringen, die erwartet werden. Hoffentlich sogar mehr. Dann öffnen sich auch Türen.“ Der Weg ist schon mal klar. Mit guten Leistungen kann er sich für noch höhere Ansprüche als ein Ersatzfahrer empfehlen.

Die große Hoffnung ist, dass er im Haas nicht mehr nur hinterherfährt. „Ich habe im Endeffekt ein gutes Gefühl“, so Schumacher. Man sei auch letztes Jahr schon ins Q2 reingekommen, obwohl dass Auto zu langsam gewesen sei.

Jetzt stehen erst noch die Tests in Spanien auf dem Programm, vor dem Saisonstart noch Testtage in Bahrain. Gleichzeitig stählt er weiter seinen Körper. Die Fitness sei vor allem wichtig, damit man „im Cockpit mental mehr anwesend ist“, erklärt Schumacher. Dann habe man „mehr Kapazitäten“, wenn man müde im Auto sitzt von den G-Kräften oder dem Fahren an sich. Im Fokus der Piloten steht der Nacken.

Der Schumacher’sche Stiernacken hatte Günther Steiner zuletzt schon in Angst und Schrecken versetzt. Auf diesen im RTL-Gespräch Ende Januar angesprochen reagierte der Teamboss mit einem Grinsen. Er habe ihn eine Zeitlang nicht gesehen, "jetzt kriege ich direkt Angst, wenn Sie sagen er hat einen dicken Hals. Was kommt denn da auf mich zu?"

Wenn's gut läuft, kommen mit dem fitten Schumacher bessere GP-Platzierungen und möglicherweise ja auch die ersten Zähler seit 2020 auf Steiner zu.