Behinderungen für Flugreisende

Verdi-Warnstreik am Flughafen Frankfurt beginnt

Bereits im Oktober forderten die Wisag-Angestellten eine bessere Bezahlung.
Bereits im Oktober forderten die Wisag-Angestellten eine bessere Bezahlung.
© deutsche presse agentur

22. Dezember 2021 - 12:22 Uhr

Verdi ruft Wisag-Beschäftigte zum Warnstreik

Reisende am Frankfurter Flughafen müssen wegen eines Warnstreiks beim Flugzeugabfertiger Wisag an diesem Mittwoch mit Einschränkungen und Ausfällen rechnen. Die Gewerkschaft Verdi hat die rund 600 Beschäftigten zu einem nahezu ganztägigen Warnstreik aufgerufen. Der Ausstand, an dem viele Mitarbeitende teilnahmen, begann am frühen Morgen.

Verkürzte Arbeitszeit bei vollem Lohn

Der Dienstleister Wisag fertigt etwa 15 Prozent des Aufkommens am größten deutschen Flughafen ab. Laut einer Wisag-Sprecherin wurden rund 40 Flüge in Absprache mit den Airlines gestrichen, während 32 Verbindungen mit Hilfe eines Notdienstes stattfinden sollten. Eine Kundgebung ist wegen der momentanen Corona-Situation nicht geplant. Zuletzt hatten die Wisag-Beschäftigten im Oktober die Arbeit niedergelegt.

Hintergrund für den Warnstreik ist ein laufender Tarifkonflikt. Die Gewerkschaft verlangt eine um zweieinhalb Stunden verkürzte Arbeitszeit von 37,5 Stunden bei vollem Lohnausgleich und eine Tabellenerhöhung von mindestens 90 Euro ab dem kommenden Jahr.

"Unverantwortlich und maßlos"

Wisag-Verhandlungsführer Michael Richter warf den Verdi-Verantwortlichen "Realitätsverlust" vor. "In so einer Situation auf dem Rücken der Weihnachts-Urlauber zweistellige Lohnforderungen mit der Brechstange durchsetzen zu wollen, ist unverantwortlich und maßlos." Das Unternehmen habe für die kommenden drei Jahre Lohnsteigerungen von zusammen 18 Prozent angeboten. Mehr sei nicht drin. (fge/dpa)