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Flüchtlinge aus der Ukraine: Helferin an der Grenze beobachtet Veränderung

Flüchtlingsstrom aus der Ukraine verändert sich

Helferin an der Grenze: „Am Anfang wussten 70-80 Prozent der Flüchtlinge wo sie hinwollen. Das ist jetzt anders!“

Der Flüchtlingsstrom verändert sich Krieg in der Ukraine
04:18 min
Krieg in der Ukraine
Der Flüchtlingsstrom verändert sich

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von Katrin Engler und Tamara Bilic

Immer mehr Ukrainer müssen sich vor dem russischen Angriff an die Grenze zu Polen retten. Die Helferin Ninja Taprogge, welche im Auftrag der CARE Nothilfe vor Ort war, berichtet im Gespräch mit Tamara Bilic, wie sich die Lage an der Grenze entwickelt hat und von der Gefahr, die den geflüchteten Familien droht: “Für Frauen und Kinder ist das Risiko der Ausbeutung sehr, sehr hoch, auch der sexuellen Ausbeutung.” Welche Maßnahmen zu deren Schutz getroffen werden müssen, erklärt sie im Video.

Lese-Tipp: Alle aktuellen Informationen rund um den Angriff auf die Ukraine finden Sie jederzeit im Liveticker

Sie stehen an der Grenze und wissen nicht wohin

Klar bemerkbar für die Helferin ist die Veränderung der an der Grenze Ankommenden: „Am Anfang hatten wir 70 – 80 Prozent der Menschen, die genau wussten, wo sie hin wollen. Also die Freunde, Bekannte, Verwandte im europäischen Ausland hatten und jetzt kommen momentan viele Menschen an, die nicht wissen wohin und die ganz dringen noch mehr Unterstützung benötigen.“ Durch diese Ungewissheit und durch die langen Wege, die die Geflüchteten zurücklegen mussten, kommen sie sehr erschöpft an der Grenze an und benötigen als erstes Zeit sich auszuruhen, erklärt Ninja Taprogge.

In der Nacht kommen die schrecklichen Erinnerungen zurück

Durch ihre Gespräche mit anderen Helfern weiß sie, dass sie ankommenden Frauen vor allem in der Nacht von dem Erlebten geplagt werden: "Tagsüber registrieren sie sich, sie kümmern sich um ihre Kinder, sind beschäftigt. Und nachts liegen sie dann auf den Feldbetten und dann kommen sie schrecklichen Erinnerungen hoch an die Erlebnisse, die sie vor Ort in der Ukraine hatten und natürlich auch die Gedanken an die Ehemänner und anderen Familienmitglieder, die sie zurücklassen mussten.” Hier wird psychologische Hilfe dringend benötigt, betont Ninja Taprogge.

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