Im Urlaub mit den Kleinen

Flugreisen mit Baby: Was müssen Eltern beachten, wenn sie mit ihrem Baby fliegen?

Flugreisen können auch ohne Baby schon ganz schön stressig sein - sind Sie mit Ihren Kleinen unterwegs, gibt es allerdings noch einiges mehr zu beachten.
Flugreisen können auch ohne Baby schon ganz schön stressig sein - sind Sie mit Ihren Kleinen unterwegs, gibt es allerdings noch einiges mehr zu beachten.
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24. September 2020 - 16:14 Uhr

Fliegen mit dem Baby: So wird der Flug entspannt

Einige Fluggesellschaften gestatten das Fliegen mit dem Baby ab dem siebten Tag - andere erst ab dem 15. Lebenstag, wenn das Kind zwei Wochen alt ist. Wer mit seinem Baby in den Urlaub fliegen will, sollte also im Vorfeld Informationen einholen, wie alt der Nachwuchs sein muss. Natürlich sollten sich die Eltern auch die Frage stellen, ob sie schon für eine Reise bereit sind. Sind die Eltern nervös, so wird auch das Baby nervös werden; sind Mama und Papa aber entspannt, so wird auch der Nachwuchs einen entspannten Flug erleben.

Mit Baby im Flugzeug verreisen – auch Kleinkinder müssen durch die Sicherheitskontrolle

Bevor die Eltern das Flugzeug betreten, müssen sie durch die Sicherheitskontrolle. Dabei kann das Baby durch den Metalldetektor getragen werden – der Nachwuchs darf nicht im Kinderwagen sitzen bleiben. Der Kinderwagen wird nämlich zusammengeklappt und mit dem Handgepäck durchleuchtet. Zu beachten ist, dass ein schlafendes Kind nicht extra geweckt werden muss.

Da eine Sicherheitskontrolle auch eine Strahlenbelastung mit sich bringt, sind viele Eltern nervös – jedoch ist die Strahlenbelastung derart gering, dass die Eltern keine Angst vor einer gesundheitlichen Schädigung des Babys haben müssen.

Mit Baby am Flughafen: Für Eltern gibt es Ausnahmeregelungen

Ein weiterer Punkt ist natürlich die Mitnahme von Flüssigkeiten im Handgepäck. In der Regel dürfen Passagiere nur 100 Milliliter Flüssigkeit mitnehmen, die sich in einem durchsichtigen und wiederverschließbaren Beutel befindet. Für die Eltern, die mit dem Baby im Flugzeug verreisen, gibt es jedoch ein paar Ausnahmen: Sterilisiertes Wasser, Milchpulver, Sojamilch für Babys, Kuh- oder Muttermilch und Babynahrung sind erlaubt. Für sterilisiertes Wasser und Milch gibt es zudem auch keine 100-Milliliter-Beschränkung. Den Eltern kann es jedoch passieren, dass sie die Milch, bevor sie das Flugzeug betreten, vor dem Wachpersonal probieren müssen.

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Flugreisen mit Baby – bis zum zweiten Lebensjahr gibt es keinen eigenen Sitzplatz

Ist das Kind jünger als zwei Jahre, so hat es keinen Anspruch auf einen Sitzplatz. Folgt man den Beförderungsrichtlinien der Europäischen Union, so müssen die Babys auf dem Schoß ihrer Eltern transportiert werden. Der Elternteil und das Baby werden mit einem Schlaufengurt ("Loop Belt") gesichert; dieser Gurt wird von der Fluggesellschaft zur Verfügung gestellt. Eine weitere Möglichkeit ist die Beförderung im Autokindersitz. Dabei müssen die Eltern jedoch einen eigenen Sitzplatz für das Baby buchen. Es gibt (noch) keine eigenen Kindersitze für die Babys.

Mit Baby in Urlaub fliegen: der Druckausgleich

Ein weiteres Thema ist natürlich der Druckausgleich. Gesunde Menschen helfen sich mit Kaugummis oder wenden das "Valsalva-Manöver" (der Passagier atmet bei geschlossenem Mund aus, wobei er dabei seine Nase zuhält) an. Babys können sich jedoch nicht helfen. Die Eltern können den Nachwuchs aber unterstützen – das Baby sollte daher an seinem Schnuller, an der Brust oder an der Flasche nuckeln.

Zudem sollten die Eltern Nasentropfen mit Kochsalzlösung mitführen, sodass dem Baby das Atmen erleichtert wird, da der Nachwuchs – vor allem in den ersten Lebensmonaten – ausschließlich durch die Nase atmet. Schwellen also die Nasenschleimhäute an, sorgen die Nasentropfen für eine Linderung der Atembeschwerden.