Model behauptet, zum Oralsex gezwungen worden zu sein

„Felix Hutt Investigativ“: Missbrauchs-Vorwürfe gegen Guess-Gründer Paul Marciano

Sexueller Missbrauch in der Modelbranche Felix Hutt und sein Team decken auf
03:37 min
Felix Hutt und sein Team decken auf
Sexueller Missbrauch in der Modelbranche

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Felix Hutt und sein Team decken in seiner neuen Investigativ-Reportage die gefährliche Welt der Models auf. Dabei stößt er unter anderem auf Paul Marciano, Guess-Gründer und hohes Tier in der internationalen Modebranche. Schon lange werden dem Mann schwere Vorwürfe gemacht: sexuelle Belästigung, sogar Vergewaltigung. Hutt konfrontiert den Kreativchef.

Paul Marciano soll Model zum Sex gezwungen haben

Traumberuf Model. Das steckt in den Köpfen mancher junger Mädchen und Frauen. Doch wie Felix Hutt und sein Team in der neuen Investigativ-Reportage zeigen, ist die Welt der Models nicht nur skrupellos, sondern auch gefährlich: Unrealistische Körpermaße, Existenzängste und sexuelle Übergriffe. Letztere werden auch den Großen der Branche vorgeworfen, wie Guess-Gründer Paul Marciano. Bis heute ist er Kreativdirektor und im Vorstand des internationalen Modeimperiums.

Hutt trifft das ehemalige Model Amanda Rodriguez. Für sie war ein Modeljob bei Guess ein Traum. Und 2017 scheint er wahr zu werden. Denn Marciano schreibt sie auf Instagram an, ihm gefallen ihre Bilder, er würde sie gerne als Model engagieren. Doch der vermeintliche Traum soll schon bald zum Albtraum geworden sein. Denn Marciano soll sie bedrängt, ihre Brüste angefasst und Nacktfotos verlangt haben.

"Er hat auf mich immer bedrohlich gewirkt - schon von Anfang an. Es hat schleichend angefangen und sich dann immer weiterentwickelt. Bis ich an einem Punkt das Gefühl hatte, ich kann nur noch gehorchen. Ich hatte panische Angst vor ihm", erzählt das Model. Rordiuez berichtet, Marciano solle sie zum Oralverkehr gezwungen haben.

Felix Hutt deckt auf
Felix Hutt deckt auf
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Marciano: "Sie war ein Porn-Girl und jetzt will sie vergewaltigt worden sein?"

Mutmaßliche Opfer des Guess-Gründers Marciano
Mutmaßliche Opfer des Guess-Gründers Marciano kommen in der "Felix Hutt Investigativ"-Doku zu Wort.
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Hutt und sein Team versuchen, Marciano in Los Angeles selbst zur Rede zu stellen, von ihm ein Statement zu den im Zuge der Recherche erhobenen Vorwürfe zu bekommen. Immer wieder erhält das Investigativ-Team Absagen oder die Bemühungen versanden, weil niemand antwortet. Bis Hutt mitten in der Nacht eine SMS von Marciano persönlich bekommt. "Hey this is Paul.... I heard you are looking for me", schreibt der Kreativchef.

Beim Treffen mit Marciano – ohne Kameras aber dafür mit Ton – erklärt der Guess-Gründer, warum er sich auf ein Gespräch eingelassen hat. "Sie hätten fast richtig Ärger bekommen. Ich habe gehört, dass Sie bei Guess waren und rausgeschmissen wurden. Dann sind Sie zu meinem Haus gekommen. Ich habe die Polizei gerufen und Sie fast verhaften lassen. Und dann dachte ich, die kommen aus Deutschland, das ist eine große Nummer. Warum sind die hier? Und deshalb hab ich mich gemeldet", sagt Marciano.

Die Vorwürfe der Frauen weist der 70-Jährige entschieden zurück. Und dabei nimmt er kein Blatt vor den Mund. "Sie sagt, oh ein Blowjob, Oralsex. Dafür hat sie 2.000 Dollar bekommen. Ich mein, sie kommt aus Vegas, sie war ein Porn-Girl. Und jetzt will sie vergewaltigt worden sein? Vergewaltigt? Wie kreativ", sagt er über die Anschuldigungen von Model Amanda Rodriguez.

Wie Guess-Kreativchef Marciano sich weiter zu verteidigen versucht, sehen Sie um 20.15 Uhr bei RTL oder RTL+ in der Doku "Felix Hutt Investigativ: Mode. Macht. Missbrauch. Das skrupellose Geschäft mit jungen Models".