Irrläufer im Euro-Starterkit

Ist dieses 50 Cent-Stück inzwischen Millionen wert?

19. Januar 2022 - 10:03 Uhr

von Gunda Möller und Sarah Thoemmes

Vor zwanzig Jahren war es das Must-have in Deutschland: das Euro-Starterkit. Für 20 D-Mark erhielt jeder Bürger im Januar 2002 eine kleine Tüte mit 20 der neuen Euromünzen. 10,23 € waren diese insgesamt wert – oder wie im Fall von Michael Rüfer aus Hanau auch mehrere Millionen… Warum der Hesse ein ganz wertvolles Starterkit erwischt hat und ob es das besondere Geldstück heute noch gibt – im Video!

"Gesundheit kann ich mir davon nicht kaufen"

Michael Rüfer könnte Millionär sein – vor zwanzig Jahren entdeckt er eine silberne 50Cent-Münze in seinem Starterkit. Und diese silberne Fehlprägung könnte sozusagen inzwischen Gold wert sein. Doch der Hesse will das seltene Stück nicht an Sammler verkaufen. Still schlummert die Münze in seinem Bank-Schließfach und wird über die Jahre immer mehr wert. "Gesundheit kann ich mir davon nicht kaufen. Oldtimer hab ich schon", erklärt der 61-Jährige im RTL-Interview. Der ideelle Wert ist für den Vertriebsleiter einfach größer als der materielle.

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Falsch geprägt - teuer verkauft

Wenn Euro-Münzen falsch geprägt werden, kann das ihren Wert enorm steigern. Geldstücke mit vertauschten Seiten, versetztem Rand oder fehlenden Künstlerinitialen z.B. werden im Internet unter Sammlern oft für vierstellige Beträge verkauft. Fehlprägungen entstehen z. B., wenn eine Münze bei der Prägung im Prägering hängen bleibt und dadurch ein zweites Mal verdreht oder versetzt beprägt wird. Es kommt auch vor, dass Münzen auf falschen Ronden geprägt werden, wie z. B. eine 1-Euro-Münze auf den Rohling einer 50-Cent-Münze. Übrigens gelten die Fehprägungen trotz außergewöhnlicher Optik weiterhin als gesetzliches Zahlungsmittel.