Stefanie L. und ihre beiden Kinder wurden getötet

Familienmord in Bispingen: Ermittlungen sind abgeschlossen

Maurice G. soll seine Lebensgefährtin und ihre beiden Kinder umgebracht haben. Die Leichen von Stefanie L. und ihrem Sohn wurden in ihrem Haus in Bispingen gefunden.
Maurice G. soll seine Lebensgefährtin und ihre beiden Kinder umgebracht haben. Die Leichen von Stefanie L. und ihrem Sohn wurden in ihrem Haus in Bispingen gefunden.
© dpa, Philipp Schulze, phs koe alf

05. August 2021 - 18:18 Uhr

Drama erschütterte im Mai das Land

Zweieinhalb Monate nach dem gewaltsamen Tod von Stefanie L. (35) und ihren zwei Kindern Lilli Marie (11) und Luka (4) aus Bispingen sind die polizeilichen Ermittlungen abgeschlossen. "Die Akten sind ganz aktuell hier eingegangen", sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Lüneburg, Jan Christoph Hillmer, am Donnerstag. Der Lebensgefährte der Mutter, Maurice G., sitzt wegen Mordverdachts in Untersuchungshaft. Der 34-Jährige äußerte sich bislang nicht zu dem Verbrechen, so Hillmer.

Tochter Lilli Marie war zunächst verschwunden

Elfjährige in Bispingen tot aufgefunden
Die elfjährige Lilli Marie wurde wenige Tage später in einem Waldstück tot aufgefunden, rund 20 Kilometer vom Wohnhaus entfernt.
© Polizeiinspektion Heidekreis

Mitte Mai waren die Leichen der 35 Jahre alten Mutter und ihres vierjährigen Sohnes in einem Haus in Bispingen im Heidekreis entdeckt worden. Die Leiche der elfjährigen Tochter Lilli Marie war später an einem Waldweg in der Lüneburger Heide in der Nähe von Schneverdingen gefunden worden. Tagelang hatte die Polizei nach dem Mädchen gesucht - mit Hunden, einer Drohne, einem Hubschrauber und einem Kampfjet der Bundeswehr.

Alle drei Leichen hatten Spuren von Gewaltanwendung

Der tatverdächtige Maurice G. sei nicht der Vater der getöteten Kinder, hieß es. Er habe zwei Vorstrafen wegen Körperverletzung und Nötigung sowie Verstoßes gegen das Waffengesetz. Sein Auto mit Kennzeichen aus Diepholz war sichergestellt worden. Sowohl der Fundort der Mädchenleiche als auch der Ort der Festnahme liegen keine 20 Kilometer von dem Haus entfernt, in dem die Leichen der Mutter und des Vierjährigen entdeckt worden waren. Alle Drei wiesen Spuren von Gewaltanwendung auf.

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Anklageerhebung noch nicht abzusehen

Der Staatsanwaltschafts-Sprecher sagte am Donnerstag weiter, der Ermittlungsstand werde nun zu bewerten sein, insbesondere im Hinblick darauf, ob noch weitere Ermittlungen für erforderlich erachtet werden. "Sollte dies nicht der Fall sein, ist über die Anklageerhebung zu entscheiden." Wann genau dies der Fall sein wird, "vermag ich nicht zu prognostizieren", so der Sprecher. (dpa/mba)

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