Nach dem Attentat von Amsterdam

Familie von Reporter Peter de Vries bedankt sich für die Anteilnahme: "Unser schlimmster Albtraum ist wahr geworden"

Die Familie des Reporters bedankt sich bei Twitter für die große Anteilnahme am Anschlag auf Peter de Vries.
Die Familie des Reporters bedankt sich bei Twitter für die große Anteilnahme am Anschlag auf Peter de Vries.

07. Juli 2021 - 22:51 Uhr

"Wir als Familie umgeben Peter in dieser schwierigen Phase mit Liebe und Hoffnung"

Das Attentat auf Peter de Vries schockiert die Menschen weltweit, das Entsetzen über die Schreckenstat von Amsterdam reißt nicht ab. Die Familie des Anschlagsopfers ist dankbar für Solidarität, die viele Menschen zum Ausdruck bringen. Sein Sohn Royce de Vries twitterte: "Gestern ist unser schlimmster Albtraum wahr geworden. Wir als Familie umgeben Peter in dieser schwierigen Phase mit Liebe und Hoffnung. Vieles ist noch ungewiss, aber sicher ist, dass alle Unterstützungsbekundungen aus dem ganzen Land mittlerweile viel Unterstützung bieten."

Königshaus spricht von „Angriff auf den Journalismus“

Das niederländische Königspaar nannten die Tat einen "Angriff auf den Journalismus." König Willem-Alexander sagte, Journalismus sei ein "Eckstein unseres Rechtsstaates. Damit ist dies auch ein Anschlag auf unseren Rechtsstaat."

EU-Ratspräsident Charles Michel sprach im Europaparlament in Straßburg von einem "Angriff auf unsere Grundwerte" und drückte seine Solidarität mit den Angehörigen und den Niederlanden aus.

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sagte im Plenum, ihre Gedanken und Solidarität seien bei dem Journalisten. EU-Parlamentspräsident David Sassoli zeigte sich auf Twitter schockiert von dem Angriff. Anschläge gegen Journalisten seien Anschläge gegen uns alle

Der Reporter war am Dienstagabend nach dem Verlassen eines TV-Studios mitten in Amsterdam niedergeschossen worden. Er liegt lebensgefährlich verletzt im Krankenhaus. Drei Verdächtige waren noch in der Nacht festgenommen worden, zwei auf der nahe gelegenen Autobahn und einer in Amsterdam.

Am Mittwochabend äußerte sich auch Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet zum Attentat an den Journalisten. "Sowas darf man nicht dulden", sagte er der "Brigitte"-Chefredakteurin Brigitte Huber im "Brigitte Live"-Interview und verurteilte den Anschlag scharf. (dpa / uvo / rla)