Im Interview bei Brigitte Live

Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet verurteilt Attentat auf Peter R. de Vries

07. Juli 2021 - 22:59 Uhr

Betroffenheit über de Vries-Attentat

CDU-Kanzlerkandidat Armin Laschet hat das Attentat auf Kriminalreporter Peter R. de Vries (64) verurteilt. Im Talk "Brigitte live" zeigte er sich entsetzt über "die Aggression, die in unserer Gesellschaft ist." Laschet sagte weiter: "Wir haben in Europa, in der Europäischen Union, wo man eigentlich dachte, Pressefreiheit wird hochgehalten, immer wieder Fälle, wo Menschen, die mutig etwas aufdecken, selbst dann angegriffen werden. Und da müssen alle Demokraten zusammenstehen."

„Sowas darf man nicht dulden“

Taten wie diese dürfe man nicht dulden, verurteilte der CDU-Kanzlerkandidat und stellt klar: "Weder weil es eine kritische Berichterstattung über bestimmte Regierungen ist, noch wenn es Aufklärung von Verbrechen ist, wo sehr viele Millionen hinterstehen und wo dann das Verdienen und das Geld und die kriminelle Energie über ein Menschenleben hinweggehen."

Auch Bundesregierung verurteilt „hinterhältigen Anschlag“

Auch die Bundesregierung hat den Anschlag auf den bekannten niederländischen Kriminalreporter Pieter R. de Vries aufs Schärfste verurteilt. "Ich möchte an dieser Stelle für die Bundeskanzlerin und die gesamte Bundesregierung unser Mitgefühl und unsere Anteilnahme zum Ausdruck bringen", sagte die stellvertretende Regierungssprecherin Martina Fietz am Mittwoch in Berlin. Es handele sich um einen "hinterhältigen Anschlag", die Bundesregierung wünsche dem Reporter eine rasche Genesung. "Unsere Gedanken sind bei dem Verletzten und seinen Angehörigen."

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Reporter Peter R. de Vries kämpft nach dem Anschlag um sein Leben

Der Reporter Peter R. de Vries war am Dienstagabend mitten in Amsterdam niedergeschossen worden, nachdem er gerade ein TV-Studio verlassen hatte. Mit einem Kopfschuss wurde er lebensgefährlich verletzt ins Krankenhaus eingeliefert.

De Vries ist der führende Kriminalreporter der Niederlande und tritt regelmäßig auch als Sprecher von Opfern oder Zeugen bei Prozessen auf. Zurzeit ist er die Vertrauensperson des Kronzeugen in einem großen Prozess gegen das organisierte Verbrechen. Im Zusammenhang mit dem Prozess war bereits 2019 der Anwalt des Kronzeugen erschossen worden.

Bei Hausdurchsuchungen in Maurik, Rotterdam und Tiel seien Computer sowie Munition sichergestellt worden, teilte die Polizei am Mittwoch mit. Die zwei Verdächtigen sollen am Freitag dem Haftrichter vorgeführt werden. Sie waren nur wenige Stunden nach dem Anschlag auf der Autobahn A4 bei Leidschendam. (dpa/rla)