Zwischen Lichtern und LamettaFamilie aus Südafrika findet extrem giftige Schlange im Weihnachtsbaum

Auf einmal zischt es zwischen den Tannenzweigen. Komisch, denkt sich Familie Wild, und schaut besser mal nach. Plötzlich reckt die giftigste Schlange Südafrikas ihren Kopf aus den Tannenzweigen hervor. Eine schöne Bescherung! Der Schlangenfänger muss also her!
Mehr zum neuen Wohnsitz der Natter im Video.

Schlange schaut Mama Marcela direkt in die Augen

Familie Wild kommt ursprünglich aus der englischen Region Hertford. Jetzt leben Papa Rob und Mama Marcela mit ihren Kids Edward (11) und Sahara (7) in einem Haus in der Nähe von Kapstadt, Südafrika. Wie jedes Jahr schmücken sie gemeinsam den Weihnachtsbaum, aber dieses Jahr gestaltet sich die Familientradition deutlich actionreicher.

"Wir hatten gerade den Baum geschmückt und die Kinder legten die Geschenke darunter, bevor sie die Lichter anschalteten. Wir bewunderten unsere Arbeit, als meine Frau Marcela auf unsere beiden Katzen zeigte und sagte, dass sie eine Maus im Baum vermutete (...). Sie bringen oft 'Geschenke' von dem Bauernhof mit, auf dem wir leben. Marcela ging also hin um nachzusehen, bewegte eine Kugel und sah einen Schlangenkopf, der sie direkt anschaute. Sie schrie: Eine Schlange!“, erzählt Rob der britischen „Dailymail“.

Die Boomslang ist die giftigste Schlange Südafrikas

Bei der Schlange handelt es sich um eine 1,50 Meter lange, giftige Boomslang. Sie zählt zur Familie der Nattern und ist noch vor der Mamba und der Kobra die giftigste Schlange Südafrikas. Ein Biss ohne Gegengift könnte für einen Menschen tödlich enden. Da in Südafrika gerade Sommer ist, locken die warmen Temperaturen gerade viele Schlangen aus ihren Verstecken.

Familie Wild beobachtet, wie sich ihr geschuppter Gast zwischen Lichtern und Lametta niederlässt. Rob macht Fotos und schickt sie dem Schlangenfänger Gerrie Heyns (49). Er hält alles für einen Scherz. Aber nach einem kurzen Telefonat ist klar: Gerrie muss ausrücken!

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Einsatz des Schlangenfängers dauert mehrere Stunden

„Ich habe mich auf den Weg gemacht und gesagt, dass sie die Schlange nicht aus den Augen lassen sollen für den Fall, dass sie sich vom Weihnachtsbaum entfernt und ein Versteck in ihrer Wohnung gefunden hat.“, erzählt Gerrie Heyns der „Dailymail“.

Es war auch für den erfahrenen Schlangenfänger alles andere als einfach, die Natter zu fangen. „Sie kletterte ständig auf und ab und um den Baum herum. Und ich versuchte, die Dekoration und die Lichter nicht zu beschädigen.“

Angst vor einem Schlangenbiss habe er nicht. Laut Gerrie greifen sie nur an, wenn sie sich extrem bedroht fühlen und auch dann nur, um sich zu verteidigen. Er vermutet, dass die Schlange nur ein schattiges Plätzchen im Haus gesucht hat.

Stunden später gelingt es Gerrie schließlich, die Schlange zu fangen. Und Familie Wild kann sich nun an ihrem Weihnachtsbaum erfreuen – zumindest solange kein ungebetener Gast auftaucht. (ihe)