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Faeser, Stark-Watzinger, Lambrecht: Dreifache hessische Frauenpower auf den neuen Ministerposten

Faeser, Stark-Watzinger, Lambrecht

Dreifache hessische Frauenpower auf den neuen Ministerposten

Dreifache hessische Frauenpower auf den neuen Ministerposten Faeser, Stark-Watzinger, Lambrecht
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Faeser, Stark-Watzinger, Lambrecht
Dreifache hessische Frauenpower auf den neuen Ministerposten

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Neue Ära in Berlin

Nach 16 Jahren Angela Merkel, wurde heute in Berlin Olaf Scholz (SPD) als neuer Bundeskanzler vereidigt. Damit ist Olaf Scholz der 9. Kanzler der Bundesrepublik Deutschland. Neben der Vereidigung wurden aber auch die neuen Bundesministerinnen und –minister ernannt. Neben Annalena Baerbock (Grüne) als Außenministerin und Karl Lauterbach als Gesundheitsminister (SPD) , sind für die kommende Legislaturperiode auch drei Frauen aus Hessen als Ministerinnen ernannt worden: SPD-Landtagsfraktionschefin Nancy Faeser, die hessische FDP-Chefin Bettina Stark-Watzinger und die aus Südhessen stammende SPD-Politikerin Christine Lambrecht.

Erstmals eine Frau als Innenministerin

Nancy Faeser, bislang Chefin der hessischen SPD, wird die neue Bundesinnenministerin. Damit schreibt sie Geschichte, denn zum ersten Mal wird dieses Amt mit einer Frau besetzt. In ihrer neuen Aufgabe will sich vor allem dem Kampf gegen Rechtsextremismus widmen. Dafür brauche es gut ausgebildetes, gut ausgestattetes Personal, insbesondere bei der Bundespolizei, denn die Menschen in Deutschland hätten den Anspruch, dass die Bundesregierung für Sicherheit sorge. Faeser war seit 2019 die Chefin der hessischen SPD gewesen.Wer ihre Nachfolge antritt, ist noch unklar.

LESE-TIPP: Wie finden Sie die neuen Minister und Ministerinnen? Stimmen Sie ab!

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Bundesbildungsministerin wird Bettina Stark-Watzinger

 Bundestagspraesidentin Baerbel Bas vereidigt im Bundestag Bettina Stark-Watzinger, Bundesministerin fuer Bildung und Forschung. Berlin, 08.12.2021. Nach der gestrigen Unterzeichnung des Koalitionsvertrages zwischen der SPD, FDP und den Gruenen wird
Bundestagspräsidentin Bärbel Bas vereidigt im Bundestag Bettina Stark-Watzinger, Bundesministerin für Bildung und Forschung
www.imago-images.de, imago images/photothek, Florian Gaertner/photothek.de via www.imago-images.de

Auch das Amt der Bundesbildungsministerin geht nach Hessen. Die Chefin der hessischen FDP, Bettina Stark Watzinger, wird dieses Amt besetzen. Neben der Bildungspolitik, hat sich Stark-Watzinger mit Themen aus der Wirtschafts- und Finanzpolitik beschäftigt. Sie trat 2004 in die FDP ein, hatte mehrere Jahre in der Londoner Finanzbranche gearbeitet. 2017 wurde sie parlamentarische Geschäftsführerin der FDP-Bundestagsfraktion im Bundestag.

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Von Justiz über Familie zu Verteidigung

Die dritte Frau im Bunde der neuen Bundesministerinnen aus Hessen ist Christine Lambrecht. Lambrecht war seit 2019 Justizministerin und übernahm 2021 nach dem Rücktritt von Franziska Giffey auch noch das Familienministerium. Nun wird sie Verteidigungsministerin. Damit löst sie Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) ab und hat nun die Befehls- und Kommandogewalt über mehr als 180 000 Männer und Frauen in der Bundeswehr. Sie sehe in ihrer Ernennung zur Verteidigungsministerin einen großen Vertrauensbeweis und eine Herausforderung. Ihr Ziel als Verteidigungsministerin sei es, die Bundeswehreinsätze im Ausland regelmäßig zu prüfen. Außerdem solle es stets einen Plan für die Beendigung, eine sogenannte „Exit-Strategie“ geben. Auch das Beschaffungswesen solle modernisiert werden, sodass Soldatinnen und Soldaten die benötigte Ausrüstung auch erhalten.

08.12.2021, Berlin: Christine Lambrecht (SPD), Bundesministerin der Verteidigung, erhält von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier im Schloss Bellevue die Ernennungsurkunde. Foto: Bernd Von Jutrczenka/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Bundespräsident Steinmeier ernennt Christine Lambrecht zur neuen Verteidigungsministerin.
cvi, dpa, Bernd Von Jutrczenka

Steinmeier: "Alle Menschen mitnehmen!"

Bei der Ernennung der neuen Bundesministerinnen und -minister appellierte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier an die neue Regierung, bei ihrer geplanten Politik des Fortschritts alle Menschen mitzunehmen. Durch die Veränderung wäre bei den einen Hoffnung, bei den anderen aber auch Unsicherheit und Zweifel geweckt worden. „Die Mehrheit hat Ihnen ein Mandat für mutige Schritte des Wandels gegeben. Aber: Wer mutig vorangeht, wird Sorge dafür tragen, dass die weniger Starken Schritt halten können, dass die Menschen, für die Veränderung Verlust bedeutet, auch Neues gewinnen können“, so der Bundespräsident.

Das Ende einer Ära

Mit der Vereidigung des neuen Kanzlers und der Ministerinnen und Minister endete die Amtszeit für Angela Merkel nach 16 Jahren. Bevor Olaf Scholz vom Bundestag zum neuen Kanzler gewählt wurde, bekam die scheidende Kanzlerin Applaus und Standing Ovations des Parlaments. (dpa/tel/dgö)

Standing Ovations bei Begrüßung für Angela Merkel Tag der Vereidigung
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