Das "neue" Gesicht der Corona-Pandemie

Olaf Scholz macht Karl Lauterbach zum Gesundheitsminister

06. Dezember 2021 - 12:17 Uhr

Alle Posten der neuen Bundesregierung sind vergeben

Er wird´s doch! Der Epidemiologe Karl Lauterbach wird neuer Gesundheitsminister der Bundesrepublik und damit Nachfolger von Jens Spahn (CDU). "Er wird es", sagte der wohl künftige Kanzler Olaf Scholz bei der Bekanntgabe im Willy-Brandt-Haus in Berlin. Mehr dazu im Video.

Lese-Tipp: Diese Versprechen macht Karl Lauterbach

Karl Lauterbach übernimmt das Steuer im Kampf gegen die Pandemie

Es ist passiert, was viele gehofft hatten: Lauterbach übernimmt als Gesundheitsminister die Führung im Kampf gegen die Corona-Krise. Nach der Bekanntgabe gab er auch sofort ein Ziel der neuen Regierung aus: die Zahl der Corona-Neuinfektionen so zu reduzieren, dass man mit gutem Gewissen Reisen über die Feiertage empfehlen könne.

Der SPD-Gesundheitsexperte zeigte sich optimistisch, dass die Corona-Pandemie überwunden werden kann. Sie werde länger dauern, als viele dächten, so Lauterbach. "Wir werden das aber schaffen. Impfen wird die zentrale Rolle spielen, aber nicht nur (...) Wir werden den Kampf mit der Pandemie gewinnen", sagte der 58-jährige Rheinländer.

Lauterbach kündigte an, darüber hinaus das Gesundheitssystem zu stärken und robuster zu machen. "Mit uns wird es keine Leistungskürzungen im Gesundheitswesen geben." Für weitere Pandemien werde man besser gerüstet sein.

Dass sich viele Lauterbach als Nachfolger von Spahn gewünscht hatten, konnte Scholz nicht ignorieren. Die Pandemie sei noch lange nicht vorbei, sagte er, und weiter: "Deshalb haben sich, anders kann man das gar nicht sagen, bestimmt die meisten Bürgerinnen und Bürger dieses Landes gewünscht, dass der nächste Gesundheitsminister vom Fach ist, es wirklich gut kann und dass er Karl Lauterbach heißt. Er wird es." Der Epidemiologe bedankte sich daraufhin für die "vielen zustimmenden Worte".

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Das sind die Ampel-Minister der Sozialdemokraten

Die Posten sind verteilt, der Weg zur Ampel-Regierung fast frei! Der wohl künftige Kanzler Olaf Scholz benennt am Montag im Willy-Brandt-Haus die Bundesminister aus den Reihen der SPD. Das sind die Namen:

  • Kanzleramtschef: Wolfgang Schmidt
  • Gesundheit: Karl Lauterbach
  • Verteidigung: Christine Lambrecht
  • Arbeit und Soziales: Hubertus Heil
  • Innen und Heimat: Nancy Faeser
  • Bauen: Klara Geywitz
  • Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung: Svenja Schulze

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Scholz wollte genauso viele Frauen wie Männer

Scholz wollte bei der Vergabe der Kabinettsposten ein Versprechen erfüllen: Mindestens genauso viele Frauen wie Männer in seiner Regierung haben. Nun steht fest: In der kommenden Bundesregierung werden mehr Männer als Frauen sein.

Insgesamt gehören dem Kabinett dann mit Scholz als Regierungschef neun Männer und acht Frauen an. Die FDP hat bereits drei Männer und eine Frau für die Regierung nominiert, die Grünen drei Frauen und zwei Männer. Die SPD nun vier Ministerinnen und drei Minister.

Scholz hatte bereits lange vor der Bundestagswahl eine paritätisch besetzte Bundesregierung angekündigt. "Ein von mir als Bundeskanzler geführtes Kabinett ist mindestens zur Hälfte mit Frauen besetzt", hatte er schon vor einem Jahr getwittert.

Laut Grundgesetz besteht die Bundesregierung aus dem Bundeskanzler und den Bundesministern, die alle vom Bundespräsidenten ernannt und im Bundestag vereidigt werden. Die Staatsminister und Staatssekretäre zählt das Grundgesetz nicht zu den Regierungsmitgliedern.

Das sind die Minister von FDP und Grüne

Die Grünen besetzen das Außenministerium (Annalena Baerbock), das Ministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (Vizekanzler Robert Habeck), das Familienministerium (Anne Spiegel), das Umweltressort (Steffi Lemke) und das Agrarministerium (Cem Özdemir).

Die FDP stellt den Finanzminister (Christian Lindner), den Verkehrsminister (Volker Wissing), den Justizminister (Marco Buschmann) und die Bildungsministerin (Bettina Stark-Watzinger). (mor, swi/ dpa)

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