Wie kann das sein?

Frau legt Supermarkt-Eier in Brutkasten - und tatsächlich schlüpft ein Küken!

30. Juli 2020 - 13:43 Uhr

Lauren hielt die Eier für 28 Tage im Brutkasten warm

Die 26-jährige Lauren Barton aus England wagt ein Experiment. Sie kauft Enteneier aus dem Supermarkt und stellt sie für 28 Tage in einem Brutkasten warm, den sie im Internet gekauft hat. Und tatsächlich: Aus zwei Eiern schlüpfen Küken! Das eine überlebt leider nicht, das andere ist jedoch zum dritten Familienmitglied für Lauren und ihren Partner geworden. Die zuckersüßen Bilder des Nachwuchs sehen Sie im Video.

"Vor allem bei Bio-Eiern kann das vorkommen"

Doch wie kann es sein, dass aus einem Ei aus dem Supermarkt wirklich ein Tier schlüpft? Kann das mit Hühnereiern auch passieren? "Vor allem bei Bio-Eiern kann es vorkommen, dass sie befruchtet sind. Auf den Höfen sind unter den Hühnern auch Hähne. Die schützen Freiland-Hühner vor natürlichen Feinden wie dem Habicht." Dennoch gelte auf den großen Höfen eigentlich eine strikte Qualitätskontrolle, um zu verhindern, dass befruchtete Eier in den Handel kommen. Ausschließen könne man das aber nie, erklärt Robby Andersson, Professor für angewandte Geflügelwissenschaften an der Hochschule Osnabrück.

Hier erklären wir, was es mit der weißen Schnur im Ei auf sich hat.

Auch befruchtete Eier können bedenkenlos gegessen werden

Sorgen um seine Gesundheit müsse man sich aber beim Verzehr von befruchteten Eiern laut des Professors nicht machen: "Die Eier sind völlig ungefährlich. Sie schmecken genauso wie andere Eier und sind auch für unsere Gesundheit unbedenklich. Wenn die Eier frisch gekauft und unter 25 Grad gelagert werden, kann keine weitere Zellteilung stattfinden. Es ist also auch nicht möglich, dass aus dem Kühlschrank plötzlich ein Küken hüpft."