Jetzt, wo es kälter wird...

Der Herbst treibt die Winkelspinne in deutsche Wohnungen

18. September 2019 - 13:35 Uhr

Kälte lockt die Winkelspinne in warme Wohnungen - so wird man sie wieder los!

Der Herbst ist im Anmarsch und draußen wird es in den nächsten Wochen kälter und ungemütlicher. Und das empfinden nicht nur wir Menschen so – auch die große Winkelspinne bevorzugt Wärme und eine trockene Umgebung. Im Sommer leben die Spinnen draußen in Mauerspalten und unter Steinen. Doch im Spätsommer und Herbst gehen die Männchen dann auf Brautschau – und verirren sich dabei gerne mal bei uns zu Hause. Wie Sie die ungebetenen Gäste fernhalten oder wieder loswerden, zeigen wir im Video.

Winkelspinne: Wann und wo kommt sie vor? Und was, wenn sie beißt?

Anders als der schlanke Weberknecht, kommt die große Winkelspinne mit ihren bis zu zehn Zentimetern Durchmesser und dem massigen Korpus schon auffälliger daher und sorgt bei so manchem für einen kalten Schauer. Vielleicht ja ein wenig zurecht, denn die Winkelspinne kann auch beißen, wenn sie sich bedrängt fühlt. Das ist zwar nicht gesundheitsgefährdend, kann aber ein wenig unangenehm sein. Die Folgen eines Bisses der Winkelspinne sind Rötungen und ein leichtes Brennen. Allerdings kommt es zu einem Biss jedoch so selten, dass wir wirklich keine Angst haben müssen und die Winkelspinne auch vorsichtig nach draußen setzen können, statt sie zu töten.

Extra-Tipp: Unbewohnte Nester der Winkelspinne entfernen

Die große Winkelspinne, die mit lateinischem Namen Tegenaria atrica heißt, versteckt sich gerne. Deshalb sollten Sie besonders zur kalten Jahreszeit auch Ihre Schränke und eventuell Kleidung auf Spinnen überprüfen. Die Winkelspinne ist in den Abend- und Nachtstunden aktiv, baut sich gerne trichterförmige Wohnröhren und wird mindestens zwei, manchmal auch bis zu sechs Jahre alt.

Verlassene Nester von Winkelspinnen sollten Sie entfernen, sonst könnten neue unerwünschte Mitbewohner die Nester neu besiedeln.

Bringt der Klimawandel mehr gefährliche Spinnen nach Deutschland?

Neben der ungefährlichen Hauswinkelspinne und der Kräuseljagdspinne machen es sich auch ein paar gefährlichere Exemplare der Krabbelviecher bei uns gemütlich. Zum Beispiel wurde die eigentlich am Mittelmeer heimische Ammen-Dornfingerspinne zuletzt immer häufiger auch in Deutschland gesichtet.

In Österreich wächst zudem gerade eine wieder größere Population der Südrussischen Tarantel heran. Kommt diese vieleicht bald auch zu uns rüber?