Die Muppets, Brownies und der Klimwandel

"Kermit der Frosch lag falsch!" - Boris Johnsons kuriose Klimarede

Über Muppets, Brownies und den Klimawandel - auf der UN-Vollversammlung gab es ein paar amüsante Zitate von "Boreas" Johnson.
Über Muppets, Brownies und den Klimawandel - auf der UN-Vollversammlung gab es ein paar amüsante Zitate von "Boreas" Johnson.
© imago images/UPI Photo, EDUARDO MUNOZ via www.imago-images.de, www.imago-images.de

23. September 2021 - 16:23 Uhr

Rede vor der UN-Vollversammlung

Absurd-komische Auftritte ist man vom britischen Premierminister Boris Johnson mittlerweile gewöhnt. Starke bildliche Metaphern oder Anspielungen auf Comic-Charaktere – "Umso wütender Hulk wird, desto stärker wird Hulk" – langweilig wird es mit Johnson selten. Auch in seiner Rede vor der UN-Vollversammlung am Mittwochabend war es mal wieder so weit. Eigentlich ging es in Johnsons Rede um den Kampf gegen den Klimawandel. Doch mit Zitaten von "Muppets"-Figur Kermit der Frosch, oder seinem Vorschlag seinen Namen "zu Ehren des Gottes des Nordwinds in 'Boreas' Johnson zu ändern", wurde auch diese Rede der Tradition von Johnsons absurd-komischen Auftritte gerecht.

Kermit, der Frosch: Es ist nicht leicht grün zu sein

Kermit der Frosch
Politik-Prominenz: Kermit der Frosch wird von Premier Boris Johnson zitiert.
© deutsche presse agentur

Mit Blick auf die zu scheitern drohende Klimakonferenz Cop 26 in Glasgow im November beschwor Johnson in seiner Ansprache bei der Generaldebatte der Vereinten Nationen in New York am Mittwochabend größere Anstrengungen. "Wir haben eine großartige Macht, Dinge zu ändern oder zum Besseren zu verändern, und eine großartige Macht, uns selbst zu retten", sagte er.

Dabei betonte Johnson, dass Klimamaßnahmen nicht nur dem Planeten helfen würden, sondern auch der Wirtschaft nutzten: "Als Kermit der Frosch 'Es ist nicht leicht, grün zu sein' sang - Erinnern Sie sich dran? - Ich möchte, dass Sie wissen, dass er falsch lag. Er lag falsch. Es ist nicht nur einfach, es ist lukrativ und es ist richtig, grün zu sein!", so Johnson über die bekannte Froschfigur aus der "Muppet Show". Er fügte hinzu: "Mal ganz davon abgesehen, dass er auch zu Miss Piggy unnötig grob war, wie ich finde."

Johnson will Namen von griechischem Gott annehmen

Besonders wichtig sei Johnson neben dem Pflanzen von Bäumen vor allem die Windenergie. Auch die pries er auf eine ganz spezielle Art und Weise an: "Wir haben in den überschwemmten Prärien von Doggerland zwischen Großbritannien und Holland in der Nordsee große Wälder aus wunderschönen Windkraftanlagen angelegt. Tatsächlich produzieren wir so viel Offshore-Wind, dass ich darüber nachdenke, meinen Namen zu Ehren des Gottes des Nordwinds in 'Boreas' Johnson zu ändern." Der griechische Gott "Boreas" steht in der griechischen Mythologie für den Nordwind.

In seiner Rede dankte der britische Ministerpräsident auch Staatschefs anderer Nationen für ihren Einsatz beim Klimawandel. Ebenso schwärmte Johnson von moderner Technik, mit der man CO2 "absorbieren und in Brownies tun" könne.

Der Premier machte dabei auch klar, dass der weltweite Kurs im Kampf gegen die Erderwärmung mit einem prognostizierten Temperaturanstieg von 2,7 Grad bis ins Jahr 2100 fatal ist. "Ich hoffe, dass Cop 26 wie ein 16. Geburtstag für die Menschheit wird, bei der es nicht viel Elend gibt, sondern eine Party, bei der wir uns dazu entscheiden, erwachsen zu werden", sagte Johnson. Deswegen müssten bei der Klimakonferenz "die Kerzen einer brennenden Welt" ausgepustet werden. (dpa/khe)