Ärzte, Schwestern, Pfleger und Helfer in der Corona-Krise posten ihre Selfies

Beeindruckende Bilder nach dem Dienst an der Allgemeinheit

25. März 2020 - 9:19 Uhr

Bilder sagen mehr als tausend Worte

Manchmal sagen Bilder wirklich mehr als tausend Worte. Ärzte, Krankenschwestern, Pfleger – viele Menschen kämpfen mit großem Einsatz, leisten Unglaubliches, gehen weit über ihre Belastungsgrenze hinaus. Die Verantwortung, der Stress sind ihnen anzusehen, förmlich eingebrannt in ihre Gesichter. Selfies, die Helfer weltweit nach stundenlanger Arbeit geteilt haben, erobern gerade die sozialen Netzwerke. Mehr in unserem Video.

Es sind beeindruckende Aufnahmen. Die Abdrücke von Schutzmasken haben sich teilweise tief in die Haut eingegraben. Die Fotos spiegeln Erschöpfung wider, Erleichterung, Schmerz. Sorge. Hoffnung. Die ganze Bandbreite menschlicher Empfindungen.

"Wir stehen erst am Anfang“

Hinweis der Redaktion: Die Bilder in diesem Instagram-Post sind nachträglich bearbeitet, es sind nicht die Originalbilder.

Kommentare der fleißigen Helfer tun ihr übriges. "Dies ist das Gesicht von jemandem, der gerade neun Stunden in persönlicher Schutzausrüstung verbracht hat, um schwerkranke COVID-19-Patienten in London zu bewegen. Ich fühle mich gebrochen - und wir stehen erst am Anfang", schrieb beispielswiese Natalie Silvey. Die Britin appelliert eindringlich ("Ich flehe...") für soziale Distanz und Selbstisolation.

"Ein Gesicht, das nicht einmal so aussieht, als wäre es deins"

Martina Benedetti
Martina Benedetti

Die Italienerin Martina Benedetti beschreibt ein "Gefühl von Atemnot, Schweißtröpfchen, die vom Gesicht fallen." Nach den Strapazen, wenn sie sich aus der unbequemen Schutzbekleidung gequält hat, schaut sie in den Spiegel. Was sie dort sieht, beschreibt sie so: "Deine Augen kehren zu einem Gesicht zurück, das nicht einmal so aussieht, als wäre es deins. So müde und gezeichnet ... mit diesem Gesicht musst du zurückkehren nach Hause zu deiner Familie. Erschöpft, mit der Last auf den Schultern der Verantwortung." Bewegende Worte einer jungen Frau, die offensichtlich alles gibt, um anderen zu helfen.

"Gib nicht auf. Nie"

Nicola Sgarbi
Nicola Sgarbi

Ihr Landsmann Nicola Sgarbi schreibt, dass er keine Selfies mag. Dennoch hat er eines gemacht, nach 13 Stunden auf der Intensivstation. "Ich bin kein Held und fühle mich nicht wie einer. Ich bin ein normaler Mensch, der seinen Job liebt und der mehr denn je stolz und stolz darauf ist, dies zu tun, indem er sich zusammen mit anderen wunderbaren Menschen  (…) engagiert." Rückenschmerzen, Müdigkeit, ausgelassene Mahlzeiten interessieren ihn nicht. "All dies wird vergehen. Es wird vorübergehen, wenn wir in einer immensen gemeinsamen Anstrengung vereint sind. Gib nicht auf. Nie.💪🏼."

Aufruf: Wir wollen IHR Foto!

Sie sind Arzt, Krankenschwester, Pfleger, arbeiten im medizinischen Dienst? Sie geben nicht auf im gemeinsamen Kampf gegen das Corona-Virus? Machen Sie bitte nach Feierabend ein Selfie und schicken es uns per e-Mail an post@rtl.de, Betreff "Mut". Vielen Dank!