Krise geht weiterDeutschland spart weiter in der Verbraucherkrise! In diesen Bereichen wird weniger Geld ausgegeben
Deutschland spart weiter in der Verbraucherkrise! Obwohl die Inflation sinkt warnen die Verbraucherzentralen: „Es ist noch lange nicht vorbei!“ Denn viele Menschen kommen gerade so über die Runden. In welchen Bereichen die Deutschen jetzt besonders stark sparen.
Video-Tipp: Deutsche müssen weiter sparen
Inflationsrate bleibt weiter hoch
Immerhin: Die Verbraucherpreise steigen nicht mehr so stark wie noch zum Jahreswechsel. Im Mai ließ die Teuerung in Deutschland deutlich auf 6,1 Prozent nach, die jährliche Inflationsrate sank auf den niedrigsten Stand seit März 2022 mit damals 5,9 Prozent.
Das Statistische Bundesamt bestätigt heute seine vorläufigen Zahlen von Ende Mai. „Die Inflationsrate hat sich damit weiter abgeschwächt, bleibt jedoch trotzdem auf einem hohen Niveau“, ordnete Behördenchefin Ruth Bran die derzeite Lage an der Preisfront ein.
Sowohl die Preise für Nahrungsmittel als auch für Energie stiegen weitaus weniger stark als noch im April des laufenden Jahres. Nahrungsmittel als weiterhin stärkster Preistreiber waren im Mai 2023 um 14,9 Prozent teurer als ein Jahr zuvor.
Teurer als im Vorjahr waren im Mai Molkereiprodukte (plus 28,2 Prozent zum Vorjahrespreis), Brot und Getreideerzeugnisse (plus 19,3 Prozent) sowie Fisch (plus 19,0 Prozent). Günstiger waren Speisefette, insbesondere wegen des Preisrückgangs bei Butter (minus 23,3 Prozent).
In diesen Bereichen sparen Deutsche besonders stark
Trotz der besseren Aussichten warnen die Verbraucherzentralen allerdings vor anhaltenden Schwierigkeiten für viele Bürgerinnen und Bürger wegen der weiterhin hohen Preise.
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„Die Verbraucherkrise ist noch lange nicht vorbei“, sagte die Chefin des Bundesverbands (vzbv), Ramona Pop. „Finanzielle Sorgen zwingen die Menschen, in allen Bereichen des Alltags zu sparen: vom Energieverbrauch bis zum Reisen.“
Laut einer Umfrage im Auftrag des Verbands schränken sich aktuell 44 Prozent der Bundesbürger nach eigenen Angaben auch beim Kauf von Lebensmitteln ein. Im vergangenen Jahr waren es in der Umfrage 35 Prozent gewesen.
Außerdem wird noch in folgende Bereichen gespart, wo es nur geht:
76 Prozent der Befragten sparen bei der Energie
Restaurantbesuche werden für 61 Prozent immer seltener
56 Prozent schauen bei der Urlaubsplanung auf jeden Euro
Wirtschafts-Experte Marcel Fratzscher kann die Tendenz nur bestätigen: „Menschen und Beschäftigte mit wenig und geringem Einkommen werden sich in den nächsten zwei, drei Jahren auf eine schwierige Situation enstellen müssen“, erklärt der Präsident des Institus für Deutsche Wirtschaftsforschung im Gespräch mit RTL.
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Laut der Umfrage der Verbraucherzentralen geben insgesamt mehr Menschen als im Vorjahr an, sich als Reaktion auf die hohen Preise einzuschränken. (mit dpa/aze)
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