Deutsche Bank und Postbank

Massiver Stellenabbau in den Filialen

Deutsche Bank und Postbank schließen fast 200 Filialen, dabei fallen rund 1190 Jobs weg.
Deutsche Bank und Postbank schließen fast 200 Filialen, dabei fallen rund 1190 Jobs weg.
© picture alliance, Christian Ohde

12. April 2021 - 14:58 Uhr

Knapp 1200 Jobs fallen mit Filialschließungen weg

Die geplanten Filialschließungen bei Deutscher Bank und Postbank kosten unter dem Strich insgesamt rund 1190 Vollzeitstellen. In beiden Fällen einigte sich die Deutsche Bank mit der Arbeitnehmerseite auf einen Interessenausgleich, wie Deutschlands größtes Geldhaus mitteilte. Die Stellen sollen sozialverträglich unter anderem mit Vorruhestand und Abfindungen abgebaut werden.

Bis Ende 2022 insgesamt 18.000 Vollzeitstellen weniger

Bis Ende des Jahres sollen wie angekündigt 97 der insgesamt 497 Filialen der Deutschen Bank über den Heimatmarkt verteilt dichtgemacht werden. Rund 450 Vollzeitstellen sollen hierbei wegfallen. "Wir wollen und werden flächendeckend präsent sein. 400 Filialen sind dafür eine gute Zahl, die in den kommenden Jahren weitgehend stabil bleiben dürfte", sagte der Leiter des Privatkundengeschäfts der Marke Deutsche Bank, Philipp Gossow. "Immer mehr Kunden nehmen Bankdienstleistungen digital in Anspruch. Durch die Corona-Pandemie hat sich dieser Trend beschleunigt."

Bei der zum Konzern gehörenden Postbank sollen knapp 20 Prozent oder rund 740 Stellen an den Schaltern bis Ende 2022 abgebaut werden. Dort sollen in diesem und im kommenden Jahr wie geplant jeweils 50 der zuletzt 800 Filialen aufgegeben werden.

"Die Kundenfrequenz bei den Postdienstleistungen sinkt, zum einen durch Kundenverhalten, zum anderen durch die auch hier zunehmende Digitalisierung und Automatisierung bei unserem Partner Deutsche Post DHL", schrieb Lars Stoy, Leiter Privatkunden bei der Postbank in einem Mitarbeiterbrief. "Im Fokus unseres Handelns steht die Zukunftssicherung unserer Postbank und der verbleibenden Arbeitsplätze." Ein Vertrag mit der Post deckelt die Zahl der Schließungen von Postbankfilialen auf höchstens 50 pro Jahr.

Der Personalabbau ist in den Zahlen enthalten, die der Deutsche-Bank-Vorstand für alle Geschäftsbereiche und Regionen im Juli 2019 verkündet hatte. Bis Ende 2022 soll die Zahl der Vollzeitstellen im Konzern um etwa 18.000 auf weltweit 74.000 verringert werden.

Quelle: DPA / RTL.de

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