Der Zorn auf Putin wächst

Zehntausende Menschen in Deutschland demonstrieren gegen Ukraine-Krieg

Deutschlandweite demonstrieren Tausende gegen Putin Ukraine-Krieg
02:08 min
Ukraine-Krieg
Deutschlandweite demonstrieren Tausende gegen Putin

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Rund 125.000 Menschen demonstrierten heute erneut in fünf deutschen Großstädten. Das Bündnis „Stoppt den Krieg“ hatte in Berlin, Hamburg, Frankfurt, Leipzig und Stuttgart zu den Kundgebungen aufgerufen. Sie fordern von Russlands Diktator Wladimir Putin den Angriffskrieg in der Ukraine sofort zu beenden und seine Soldaten aus dem Nachbarland abzuziehen. Die Bildern sehen Sie oben im Video.

Lese-Tipp: Alle aktuellen Informationen rund um den Angriff auf die Ukraine finden Sie jederzeit im Liveticker

Größte Friedensdemo in Berlin

Mindestens 60.000 Menschen demonstrierten in Berlin gegen Russlands Krieg in der Ukraine.
Mindestens 60.000 Menschen demonstrierten in Berlin gegen Russlands Krieg in der Ukraine.
Emmanuele Contini, Imago Entertainment, Imago

Die größte Demonstration gegen den Krieg in der Ukraine organisierte der Zusammenschluss aus Friedens-, Menschenrechts-, Umweltschutzorganisationen, Gewerkschaften und Kirchen in Berlin. Hier versammelten sich unter anderem zwischen Brandenburger Tor und Siegessäule rund 60.000 Menschen. Die Botschaft der Menschen lautete: "Wir halten unsere Türen offen für jede*n, der*die aus Kriegen entkommen kann - unabhängig von Hautfarbe, Staatsangehörigkeit und Identität und ohne rassistische Zurückweisung."

In Stuttgart gingen 35.000 Teilnehmer auf die Straße, in Frankfurt waren es 12.000. 10.000 Menschen solidarisierten sich in Hamburg, in Leipzig protestierten 8.000 Menschen gegen Putins Überfall auf das Nachbarland.

Sofortmaßnahmen von Bundesregierung gefordert

Neben Schilderungen von geflüchteten Menschen aus der Ukraine kam auch Redner des Aktionsbündnisse zu Wort. Sie forderten Sofortmaßnahmen von der Bundesregierung. "Mit einem massiven Investitionsprogramm müssen wir in einer ganz neuen Geschwindigkeit als bisher rein in Energieeffizienz, Energiesparen, Erneuerbare Energien und eine Verkehrswende. (...) Zudem müssen weit mehr Mittel als bisher für Krisenprävention, zivile Konfliktbearbeitung und den Ausbau der Entwicklungszusammenarbeit zur Verfügung stehen." Die Erhöhung der Verteidigungs- und Rüstungsausgaben lehnen die Demo-Organisatoren ab.

Am Bündnis beteiligt sind unter anderem Campact, Greenpeace, Seebrücke, Brot für die Welt, Europäisches friedenskirchliches Netzwerk, Verdi und IG Metall.