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Bettys Schicksal hat viele Menschen berührt

Misshandelte Hündin Betty: Geldstrafe für ehemalige Besitzer

Hündin Betty Anfang September in der Tierarztpraxis
Hündin Betty Anfang September in der Tierarztpraxis
© Yvonne Preiß

25. März 2021 - 18:20 Uhr

Sie haben Betty nicht rechtzeitig zum Tierarzt gebracht

Die ehemaligen Halter der unten dem Namen "Betty" bekannt gewordenen Hündin sind vom Amtsgericht Delmenhorst wegen des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz zu jeweils 1200 Euro Strafe verurteilt worden. Im September 2019 hatten die Angeklagten die American Bully Pocket Hündin schwerverletzt in eine Tierarztpraxis in Delmenhorst gebracht – allerdings erst einige Stunden, nachdem sich das Tier die Wunden zugezogen hatte.

Was ist Betty passiert?

Das Schicksal der Hündin Betty hat für Aufsehen gesorgt: Schwerverletzt und übersäht mit Wunden am ganzen Körper, wurde die American Bully Pocket Hündin im September 2019 in einer Tierarztpraxis in Delmenhorst abgegeben. Ein 31-Jähriger und eine 26-Jährige aus der Gemeinde Ganderkesee gaben damals an, das Tier verletzt am Straßenrand gefunden zu haben. Nach Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Oldenburg stellte sich allerdings heraus, dass es sich bei den beiden "Findern" um die tatsächlichen Besitzer des Tieres handelte. Daraufhin erhob die Staatsanwaltschaft Oldenburg Anklage gegen die ehemaligen Tierhalter wegen des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz.

Angeklagte hatten Sorge um Konsequenzen

Die Angeklagten begründeten ihr Verhalten damit, dass sie Angst vor den Konsequenzen des Amtes hatten. Denn Hündin Betty sei nicht angemeldet gewesen und das wäre beim Tierarztbesuch sofort aufgefallen.

Bisswunden durch anderen Hund verursacht

Beim Eintreffen in der Tierarztpraxis im September 2019 war Betty so massiv verletzt, dass die Tierärzte vermuteten, dass sie von einem anderen Hund gebissen und verletzt worden ist. Diese Vermutung bestätigt sich bei der Hauptverhandlung am Donnerstag im Amtsgericht Delmenhorst: Die Angeklagten geben an, dass sie einen weiteren Hund haben. Dieser habe sich allerdings nicht mit Betty verstanden, sodass die Hundehalter beide Tiere in getrennten Räumen hielten. Der Hund habe damals dann eigenständig die Tür seines Raumes geöffnet und sei auf Betty losgegangen.

Betty lebt bei ihrer Lebensretterin

Eigentlich wollte Tierärztin Dr. Angelika Hoffmann Hündin Betty nach ihre Genese wieder vermitteln, doch die Hündin wollte von ihrer Lebensretterin einfach nicht weg. Deshalb entschied sich die Ärztin, Betty zu behalten. "Sie hat sich das selbst ausgesucht", sagt uns Angelika Hoffmann. Bei ihr wohnt Betty nun in Gesellschaft mit anderen Hunden und kann endlich ein schönes Hundeleben genießen.

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