Start bei US Open wird "sehr, sehr knapp"

Alexander Zverev hält sich sein Comeback nach Horror-Verletzung noch offen

Vorzeitiges Comeback? Zverev liebäugelt mit US Open "Spiele schon wieder Tennis"
03:58 min
"Spiele schon wieder Tennis"
Vorzeitiges Comeback? Zverev liebäugelt mit US Open

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Alexander Zverev hat in den letzten Wochen viel durchgemacht. Nach seiner Horror-Verletzung und dem Aus bei den French Open , kämpft sich der Hamburger durch die Reha, schwitzt täglich, arbeitet hart an sich und seinem Comeback . Die Nummer zwei der Welt träumt von einem Start bei den US Open (Start: 29. August), doch bei einer Pressekonferenz in Hamburg gibt er zu: „Es wird sehr, sehr knapp.“ Währenddessen hat er erst vor wenigen Tagen der Öffentlichkeit verraten, dass er seit er ein kleiner Junge ist, an Diabetes leidet. Welche Rolle die Krankheit derzeit spielt und wie er sich sein Comeback vorstellt – oben im Video!

Zverev weiter, als die Ärzte dachten

"Ich werde natürlich immer noch versuchen, die US Open zu schaffen, obwohl es sehr, sehr knapp wird", sagte Zverev, er stehe wieder auf dem Platz und trainiere fleißig. Er sei weiter, als es die Ärzte erwartet hätten, fügte der Tennis-Topspieler an. In etwa zehn Tagen falle die Entscheidung für oder gegen das Highlight auf Hartplatz.

Wäre es ein Turnier im Modus mit drei Gewinnsätzen, "könnte ich vielleicht sagen, ich wäre soweit. Best-of-Five ist schwierig", fügte Zverev an: "Jeden Tag wird es wirklich besser. Deswegen möchte ich jetzt noch nicht sagen, dass ich die US Open nicht spiele."

Zverev hat Krankheit lange geheim gehalten

Seit Jahren hat sich Zverev in der Weltspitze etabliert – steht derzeit trotz seiner Verletzung auf Rang zwei und damit so gut wie noch nie da. Und das alles trotz seiner Krankheit. Zverev leidet an Diabetes Typ 1, das hat er erst vor wenigen Tagen verraten. Vorher sei er einfach noch nicht bereit dazu gewesen, ihm habe das Selbstbewusstsein gefehlt. Das verrät er in einem exklusiven Interview mit RTL. „Ich wollte es nie ansprechen, wollte nie darüber reden, einfach, weil ich mich nie wohl gefühlt habe“, verrät Zverev dort. Jetzt sieht er sich in der Lage, seine Erkrankung publik zu machen. „Weil ich mich jetzt einfach damit wohl fühle. Weil ich stolz darauf bin, was ich mit dieser Krankheit erreicht habe. Weil ich stolz darauf bin, der Welt zu zeigen, dass man sich keine Limits setzen muss mit dieser Krankheit.“

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Spätestes Comeback im September

Zverev will spätestens bei der Davis-Cup-Gruppenphase Mitte September in Hamburg wieder auf dem Platz stehen. Dort spielt die deutsche Mannschaft gegen Frankreich (14.), Belgien (16.) und Australien (18.) um den Einzug in die Endrunde. Mit dem Topspieler würden die Chancen steigen.

Zverev war im Halbfinale der French Open im Duell mit dem späteren Turniersieger Rafael Nadal am 3. Juni umgeknickt und musste nach dem Riss dreier Außenbänder operiert werden. Im Juli kündigte er an, erst wieder antreten zu wollen, wenn er wieder sein Toplevel erreicht hat. (sid/lgr)