Weihnachten und Silvester mit dem Virus

Deutschland im Lockdown: Diese Regeln gelten jetzt

24. Dezember 2020 - 12:35 Uhr

Wir sind jetzt im Lockdown, Teil 2

In Deutschland wurde das öffentliche Leben radikal heruntergefahren. Um die außer Kontrolle geratene Corona-Krise einzudämmen, haben sich Bund und Länder auf folgende Punkte geeinigt:

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Allgemeine Kontaktbeschränkungen

Private Zusammenkünfte mit Freunden, Verwandten und Bekannten sind weiterhin auf den eigenen und einen weiteren Haushalt möglich, jedoch in jedem Falle auf maximal 5 Personen zu beschränken. Kinder bis 14 Jahre sind hiervon ausgenommen.

Kontaktbeschränkungen über Weihnachten

Vom 24. bis 26. Dezember ist als Ausnahme von den sonst geltenden Kontaktbeschränkungen ein Treffen mit 4 über den eigenen Hausstand hinausgehenden Personen zuzüglich Kindern im Alter bis 14 Jahren aus dem engsten Familienkreis erlaubt, also mit Angehörigen aus dem selben Haushalt, Ehegatten, Lebenspartnern und Partnern einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft sowie Verwandten in gerade Linie, Geschwistern, Geschwisterkindern und deren jeweiligen Haushaltsangehörigen – auch wenn das mehr als zwei Haushalte oder 5 Personen über 14 Jahren bedeutet.

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Kontaktbeschränkungen über Silvester

Die Ausnahmeregelung gilt nicht für Silvester. Hier ist nach wie vor nur ein Treffen von 5 Personen aus höchstens zwei Haushalten erlaubt. An Silvester und Neujahr wird in Deutschland ein bundesweites An- und Versammlungsverbot gelten. Der Verkauf von Feuerwerk vor Silvester ist grundsätzlich verboten.

Schulen und Kitas

Die meisten Einrichtungen sind nun überall in Deutschland geschlossen oder werden nur noch eingeschränkt betrieben. Schüler und Kita-Kinder sollen für zunächst dreieinhalb Wochen zu Hause bleiben.

Kinder sollen bis zum 10. Januar "wann immer möglich" zu Hause betreut werden sollten. Schulen sind "grundsätzlich geschlossen" oder die Präsenzpflicht ist ausgesetzt, das bedeutet Unterricht zu Hause. In Kindertagesstätten wird analog verfahren. Es gibt aber eine Notbetreuung. Auch von Extra-Urlaub ist die Rede: "Für Eltern werden zusätzliche Möglichkeiten geschaffen, für die Betreuung der Kinder im genannten Zeitraum bezahlten Urlaub zu nehmen."

Geschäfte

Die Geschäfte sollen bis zum 10. Januar geschlossen bleiben. Ausnahmen sind: Einzelhandel für Lebensmittel, Wochenmärkte für Lebensmittel, Abhol- und Lieferdienste, Getränkemärkte, Reformhäuser, Babyfachmärkte, Apotheken, Sanitätshäuser, Drogerien, Optiker, Hörgeräteakustiker, Tankstellen, Kfz-Werkstätte, Fahrradwerkstätte, Banken, Poststellen, Reinigungen, Waschsalons, Zeitungsverkauf, Tierbedarfsmärkte, Futtermittelmärkte, Weihnachtsbaumverkauf und Großhandel.

Gastronomie/ Alkohol

Die Lieferung und Abholung Speisen zum Mitnehmen für den Verzehr zu Hause durch Gastronomiebetriebe sowie der Betrieb von Kantinen bleiben weiter möglich. Der Verzehr vor Ort wird untersagt. Der Verzehr von alkoholischen Getränken im öffentlichen Raum wird bis 10. Januar untersagt. Verstöße werden mit einem Bußgeld belegt.

Dienstleistungsbetriebe im Bereich Körperpflege

Friseursalons, Kosmetikstudios, Massagepraxen, Tattoo-Studios und ähnliche Betriebe sind geschlossen, weil in diesem Bereich eine körperliche Nähe nicht zu verhindern ist.

Medizinisch notwendige Behandlungen, wie zum Beispiel Physio-, Ergo und Logotherapien sowie Podologie/Fußpflege bleiben weiter möglich.

Pflege

Für die Mitarbeiter in Alten- und Pflegeheimen sowie mobile Pflegedienste sollen durch den Bund medizinischen Schutzmasken sowie kostenlose Antigen-Schnelltests die Regel werden. Dazu sollten die Länder "eine verpflichtende Testung mehrmals pro Woche" für das Personal in den Alten- und Pflegeeinrichtungen und mobile Pflegeteams anordnen, heißt es. In Hotspots solle es auch für Besucher eine Pflicht zur Vorlage eines aktuellen negativen Coronatests geben.

Reisen

In der Zeit bis 10. Januar wird von nicht zwingend notwendigen Reisen im Inland und auch ins Ausland abgeraten. Bei Einreisen aus ausländischen Risikogebieten ist die Eintragung in die digitale Einreisenanmeldung Pflicht. Außerdem besteht nach Rückkehr eine Quarantänepflicht für einen Zeitraum von zehn Tagen.

Allerdings gelten von Bundesland zu Bundesland teils unterschiedliche Regelungen, was die Quarantäne betrifft.

Am 5. Januar 2021 wollen sich Bund und Länder erneut beraten und über die Maßnahmen ab 11. Januar 2021 beschließen.

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