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Corona-Mutation: Lauterbach bereits in Austausch mit Experten

Mutation aus Kamerun

Neue Corona-Variante: Lauterbach bereits in Austausch mit Experten

Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD)
Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD)
mkx fdt, dpa, Michael Kappeler

Neue Variante in Frankreich entdeckt

In Südfrankreich wurde eine neue Corona-Variante entdeckt. Wissenschaftler haben die Variante B.1.640.2. bei mittlerweile zwölf Patienten nachgewiesen – der erste Patient soll das Virus von einer Reise aus Kamerun mitgebracht haben. Gesundheitsminister Lauterbach sagt jetzt gegenüber merkur.de: „Wir wissen noch zu wenig, um etwas Brauchbares sagen zu können. Aber ich bin bereits mit Spezialisten im Austausch.“

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Variante bislang noch nicht besorgniserregend

Experten wollen die neue Mutation weiter beobachten – eine große Gefahr können sie bislang aber nicht erkennen. "Wir sollten diese wie auch andere Varianten beobachten, aber es besteht kein Grund, speziell über diese Variante besorgt zu sein", sagte Richard Neher, Experte für Virusvarianten an der Uni Basel. Der US-Epidemiologe Eric Feigl-Ding schrieb auf Twitter: "Ich mache mir wegen B.1.640.2 noch keine großen Sorgen. Ich bezweifle, dass sie sich gegen Omikron oder Delta durchsetzt."

Studie noch nicht geprüft

Französische Forscher hatten die neue Variante bei zwölf Patienten im Südosten Frankreichs nachgewiesen, wie das Team Ende Dezember in einem sogenannten Preprint-Paper schrieb. Der Patient, der in Frankreich wohl zuerst infiziert war, sei von einer Reise aus Kamerun zurückgekommen. Die Studie wurde bislang nicht von Fachleuten begutachtet und in einem Fachjournal veröffentlicht.

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"Eine Variante unter vielen"

B.1.640.2 hat einige Mutationen im sogenannten Spike-Protein, die Experten bereits von der besonders ansteckenden Omikron-Variante kennen. Das Spike-Protein ist bei der Beurteilung von Varianten von besonderer Bedeutung, weil sich das Virus damit an menschliche Zellen bindet und auch, weil Impfstoffe auf dieses Protein ausgerichtet sind. Mutationen am Spike-Protein können zu einer schnelleren Ausbreitung des Virus führen. Zudem ist es möglich, dass Impfstoffe ihre Wirkung verlieren.

Allerdings scheine sich B.1.640.2 bislang nicht stark auszubreiten, meint der Basler Experte Neher. Sie sei „damit eine unter vielen“, die sich gegen Omikron und Delta zumindest bislang nicht durchsetze. (dpa/rcl)

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