Öffentliches Leben wieder hochfahren

Corona-Lockerungen: 14 NRW-Modellkommunen machen den Test

Coronavirus - Modellprojekte der Kommunen Nordrhein-Westfalen. Auch in Mönchengladbach.
Coronavirus - Modellprojekte der Kommunen Nordrhein-Westfalen. Auch in Mönchengladbach.
© dpa, Fabian Strauch, fst alf

09. April 2021 - 19:26 Uhr

Rückschlüsse für gesamtdeutsche Öffnungen

Ins Stadion oder Theater gehen, draußen im Restaurant sitzen oder ein Museumsbesuch – all das soll wieder möglich sein! In einem Modellprojekt soll das öffentliche Leben in 14 NRW-Kommunen langsam wieder hochgefahren werden. Begleitet wird das Projekt vom Wirtschaftsforschungsinstitut, um später Rückschlüsse für eine gesamtdeutsche Öffnungsstrategie ziehen zu können.

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Diese Kommunen sind dabei

NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart stellte am Freitag in Düsseldorf die Modellkommunen vor, in denen Bereiche wie Sportstätten, Kultureinrichtungen oder Gastronomie-Terrassen wieder öffnen dürfen.

Bei dem Versuch ist ein zweistufiger Plan vorgesehen. Folgende Städte und Kreise starten das Projekt wie folgt:

Gruppe 1 (19.April):

- Kreise Coesfeld und Warendorf als gemeinsames Projekt,

- Stadt Ahaus

- Stadt Münster

- Stadt Mönchengladbach

- Kreis und Stadt Paderborn

- Kreis Soest mit Soest und Lippstadt

Gruppe 2 (26.April):

- Kreis Düren

- Stadt Essen

- Stadt Hamm

- Stadt Köln

- Stadt Krefeld

- Stadt Lennestadt

- Stadt Siegen

- Stadt Schmallenberg

- Stadt Winterberg

Teilnahmebedingungen für Kommunen

Um zu verhindern, dass die Infektionszahlen in diesen Kommunen durch die Öffnungen ansteigen, sollen Schnelltests und Apps als digitale Hilfsmittel zur Kontrolle eingesetzt werden. Strenge Bedingungen gelten auch für den Abbruch des Projekts: Liegt eine Kommune über einem Wocheninzidenzwert von 100 – infizieren sich also mehr als 100 Menschen pro 100.000 Einwohner mit dem Virus – wird das Projekt gestoppt.

Aus diesem Grund ist auch noch nicht klar, ob wirklich alle genannten Kommunen wie geplant starten können. Köln und Essen beispielsweise liegen aktuell nämlich über dem geforderten Inzidenzwert.

Öffnungen im Bereich Kultur und Sport

Die Kommunen hatten sich zuvor für bestimmte Bereiche zur Öffnung beworben. "Es haben nicht die Kommunen insgesamt geöffnet, sondern sehr gezielt in vorab definierten Projekten, die dann auch mit entsprechenden Testungen und Nachverfolgungen begleitet werden", so Pinkwart in seinem Statement.

In Mönchengladbach geht es unter anderem um die Freigabe von Publikum im Fußballstadion des Bundesligisten Borussia Mönchengladbach, sowie dem städtischen Theater und Events im umgebauten Hockeystadion. Eine Zwischenbilanz zu den Ergebnissen des Versuches soll laut Pinkwart Mitte Mai gezogen werden

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