Unterschied bei den Geschlechtern

US-Studie zu Corona-Impfung: Kaum Nebenwirkungen bei Kindern

Kinderimpfung
Aufgezogene Spritzen mit dem Kinder-Impfstoff von Biontech. Foto: Matthias Bein/dpa-Zentralbild/dpa
deutsche presse agentur

Nebenwirkungen unterscheiden sich bei Jungen und Mädchen

Die US-Gesundheitsbehörde hat 8,7 Millionen Impfungen von Kindern zwischen 5 und 11 Jahren und 18,7 Millionen Impfungen von Kindern zwischen 12 und 15 Jahren (mit Biontech) untersucht. Die Erhebungen zeigen: Es kam kaum zu Nebenwirkungen und nur zu wenigen Fällen von Herzmuskelentzündungen. Und: Es gibt einen Unterschied zwischen den Geschlechtern.

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Fünf- bis Elfjährige: 12 Fälle von Herzmuskelentzündungen

8,7 Milllionen Impfungen mit Biontech an Kinder zwischen fünf und elf Jahren hat die US-Gesundheitsbehörde genauer unter die Lupe genommen. Dabei gab es nur zwölf Fälle von Herzmuskelentzündungen, acht wurden noch während des Erhebungszeitraums gesund, kein Kind musste ins Krankenhaus. Ansonsten gab es in der Altersgruppe kaum schwere Nebenwirkungen. Bei 98 Prozent handelte es sich um leichte Nebenwirkungen, bei den schweren handelte es sich der US-Gesundheitsbehörde zufolge vor allem um Fieber und Erbrechen.

Bei 12- bis 15-Jährigen gab es mehr Fälle von Herzmuskelentzündungen, jedoch lagen den Daten in dieser Altersgruppe auch mehr Impfungen zu Grunde.

Lese-Tipp: Fragen und Antworten zur Corona-Impfung für Kinder: Was Eltern wissen sollten

12- bis 15-Jährige: Jungen mehr von Herzmuskelentzündung betroffen

Bei den 12- bis 15-Jährigen untersuchten die Experten 18,7 Millionen Kinder-Impfungen. Bei 265 Kindern und Jugendlichen wurde den Erhebungen zu Folge eine Herzmuskelentzündung diagnostiziert. Der Großteil, nämlich 251, mussten sogar ins Krankenhaus. Und es zeigt sich dabei auch ein Unterschied zwischen den Geschlechtern. 90 Prozent der Herzmuskelentzündungen traten in dieser Altersgruppe bei Jungen auf.

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Deutschland: 8,5 Prozent der Fünf- bis Elfjährigen bereits geimpft

Auch in Deutschland schreiten die Impfungen für Kinder weiter voran. Ärzte meldeten zuletzt eine hohe Nachfrage. 8,5 Prozent der Fünf- bis Elfjährigen seien schon geimpft, sagte der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ), Jörg Dötsch, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland am 5. Januar. "Meist sind die Eltern gut informiert, sie selbst und auch ihre Kinder wollen die Impfung. Die Nachfrage in der Gruppe der Impfbereiten ist somit erst einmal hoch." (mol)

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