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So könnten Sie demnächst im Flugzeug sitzen

Dieser neue Schutzhelm soll gegen Corona helfen

24. Juli 2020 - 14:57 Uhr

Dieser Corona-Helm soll Rundum-Schutz bieten

Die neue Erfindung aus Kanada wiegt gut zwei Kilo und wird wie ein Rucksack auf den Schultern getragen. Eine Kapsel mit Sichtfolie umschließt Kopf und Oberkörper und versorgt den Träger mit virenfreier Luft. Der sogenannte BioVYZR ist für Ärzte, Lehrer, Verkäufer und Risikopatienten gedacht, also für alle, die mehr Schutz gegen das Coronavirus nötig haben, als eine normale Maske bieten kann. Zehntausende Vorbestellungen gibt es schon. Doch wie alltagstauglich ist das Gerät? Im Video zeigen wir, wie man die Kapsel anzieht – und wie man sich darin die Nase kratzt.

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Für alle, denen Masken gegen Corona nicht ausreichen

Wer Risikopatient ist und sich deshalb auf keinen Fall mit dem Coronavirus infizieren darf, hat derzeit ein Problem. Zwar gibt es FFP2-Masken, die aus der Luft fast alle Viren herausfiltern. Doch einen absoluten Schutz bieten auch sie nicht: Meist schließen diese Masken am Gesicht nicht ganz dicht ab, so dass ungefilterte Luft an der Maske vorbeiströmen kann. Außerdem mehren sich die Hinweise, dass wir uns auch infizieren können, wenn Viren an die Augen gelangen.

Grund genug, eine bessere und im wahrsten Sinne des Wortes umfassendere Schutzlösung gegen das Coronavirus zu schaffen, sagten sich Yezin Al-Qaysi, ein Unternehmer aus Toronto in Kanada, und sein Team von Tüftlern und Produktdesignern. Das Ergebnis ist eine Mischung aus Helm und Schutzanzug, die die Luft so effektiv filtert wie eine FFP2-Maske. Sie selbst bezeichnen das Produkt als Visor.

Das kostet der Corona-Helm

BioVYZR
So sieht der neue Riesenschutzhelm aus, der unter anderem für Corona-Risikopatienten gedacht ist.
© RTL

Man soll den Visor im Flugzeug tragen können, in der Straßenbahn, bei Großveranstaltungen oder bei Konferenzen im Büro. Ende Juli kommen die ersten Geräte auf den Markt. Startpreis: 217 Euro pro Stück, später wohl das Doppelte.

Ein Snack passt auch noch rein

Wenn man sich die große Schutzkapsel so ansieht, drängen sich gleich mehrere praktische Fragen auf: Wie kann ich damit etwas trinken oder essen? Was, wenn die Nase juckt? Und wenn ich mal niese, ist dann die ganze Sichtfolie voll mit Tröpfchen?

Tatsächlich haben sich die Erfinder für diese Alltagsprobleme mehr oder weniger gute Lösungen überlegt. Zum Beispiel integrierte Handschuhe. Wo ein Snack Platz findet und wie es aussieht, wenn man mit dem Visor durch die Gegend läuft, zeigen wir im Video oben.

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Vorteile und Nachteile des Masken-Alternative gegen Corona

Vergleicht man die kanadische Erfindung mit herkömmlichen Corona-Masken, liegen die Vorteile auf der Hand:

  • sämtliche Luft, die an Mund, Nase und Augen dringt, ist gefiltert
  • man kann sich nicht unbeabsichtigt ins Gesicht fassen
  • das Gesicht des Trägers und seine Mimik bleiben für die Mitmenschen komplett sichtbar
  • durch einen eingebauten Ventilator wird es im Innern nicht zu heiß

Allerdings gibt es auch klare Nachteile:

  • Gewicht von 2,1 kg
  • der Visor lässt sich nicht so schnell absetzen wie eine Maske – zum Beispiel, wenn man kurz etwas essen möchte
  • hoher Preis: 217 Euro für Vorbestellungen, später 435 Euro (Angaben des Herstellers)
  • sieht noch merkwürdiger aus als eine Schutzmaske im Gesicht

Das Argument des Herstellers zum letzten Punkt lässt sich nicht von der Hand weisen: "Die Menschen, die jetzt schon vorbestellt haben, scheren sich nicht um das Aussehen", sagt Yezin Al-Qaysi. "Denen geht es um den Schutz. Wenn man auf einen sicheren Schutz vor Corona angewiesen ist, dann ist einem das Aussehen egal." 

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Fluggesellschaften äußern Zweifel: Im Notfall kann der Corona-Helm Probleme machen

Der Fakt, dass sich die Schutzkapsel nicht so schnell absetzen lässt, könnte dagegen zu einem Problem werden: Erste Fluggesellschaften haben im Vorfeld ihre Sorge geäußert, dass man den Visor im Notfall nicht schnell genug ablegen kann, um sich eine Sauerstoffmaske aufzusetzen.

Spätestens mit dem Nachfolgemodell will die kanadische Firma aber auch dieses Problem lösen – in das wollen sie einen Notfall-Reißverschluss an der Vorderseite einbauen. Dass die Nachfrage für ein zweites Modell hoch genug sein wird, steht für die Entwickler außer Zweifel. "Inzwischen haben wohl die meisten Menschen realisiert, dass Corona nicht so schnell aus unserem Leben verschwinden wird."

Schon gehört? Wunder-Maske soll Coronaviren einfach abtöten

Neben der Schutzkaspel gibt es auch eine weitere Masken-Hoffnung: Einen Mund-Nasen-Schutz, der das Coronavirus einfach ausschaltet. Klingt zu gut um wahr zu sein? Laut Forschern der Universität Toronto ist das aber tatsächlich möglich. Lesen Sie hier mehr über das neu entwickelte Mund-Nasen-Schutz-Wunder gegen Corona!

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Wie sehen die verschiedenen Corona-Sicherheitskonzepte in Europas Urlaubsregionen aus? Welches Urlaubspotenzial bietet Deutschland, und welche Geheimtipps gibt es hierzulande? Erfahren Sie mehr in der neuen Dokumentation auf TVNOW: "Endlich wieder Urlaub! – Reisen in der Corona-Krise".

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