Von Las Palmas aus

Corona-gebeutelte AidaNova tritt neue Kreuzfahrt an

Nach dem durch einen Corona-Ausbruch bedingten Kreuzfahrt-Abbruch legt die AidaNova, hier im Hafen von Lissabon, am 15. Januar von Las Palmas aus wieder los.
Nach dem durch einen Corona-Ausbruch bedingten Kreuzfahrt-Abbruch legt die AidaNova, hier im Hafen von Lissabon, am 15. Januar von Las Palmas aus wieder los.
© picture alliance, dpa, Soeren Stache

14. Januar 2022 - 19:43 Uhr

von Ingo Jacobs

Viele Menschen sparen jahrelang, um eine Kreuzfahrt machen zu können. Immens war die Enttäuschung vieler, als die Fahrt der AidaNova von Hamburg aus wegen Coronafällen an Bord abgebrochen wurde. Einige Tage hatte das Schiff vom 29. Dezember an im Hafen von Lissabon gelegen - am 3. Januar dann das endgültige Aus. Wegen infizierter Besatzungsmitglieder musste die Reise abgebrochen werden. Jetzt wird die AidaNova am 15. Januar von Gran Canaria aus wieder starten.

Neue Fahrt mit „angepasster“ Passagierkapazität

Die AidaNova wird nach ihrem coronabedingten Reiseabbruch Anfang Januar in Lissabon am morgigen 15. Januar von Las Palmas aus wieder zu einer siebentägigen Reise rund um die kanarische Inselwelt sowie Funchal auf Madeira aufbrechen. Die Fahrt mit laut Veranstalter "angepasster Passagierkapazität" wird unter 1G+ Bedingungen stattfinden. Alle Gäste ab 12 Jahren und alle Crewmitglieder an Bord müssen also über einen vollständigen Impfschutz verfügen.

Anfang Januar wurden zusätzliche Präventionsmaßnahmen ergriffen

"Darüber hinaus verfolgen wir ein umfangreiches Testregime – für unsere Gäste zweifach vor Reiseantritt, PCR und Antigen, für unsere Crew ebenso vor dem Aufstieg sowie fortlaufend während ihres Einsatzes", informiert Veranstalter Aida Cruises auf RTL-Anfrage. Angesichts der aktuellen Entwicklungen in Bezug auf die Ausbreitung der Omikron-Variante hat man bei den Verantwortlichen nach sorgfältiger Abwägung entschieden, die Anfang Januar ergriffenen zusätzlichen Präventionsmaßnahmen an Bord und auf Landausflügen zu verlängern, "um die Risiken der Ansteckung und Verbreitung des Virus weiterhin bestmöglich zu reduzieren".

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Das Kreuzfahrtschiff "AidaNova" am 3. Januar in Lissabon.
© dpa, Armando Franca, AF aju alf

„Sind in der Lage, schnell zu reagieren“

Heißt konkret: Landgänge finden nur noch von Aida geführt statt, FFP2-Masken und Booster-Impfung sind nicht verpflichtend, werden aber immerhin dringend empfohlen, Betreuung der Kinder ohne Begleitung eines Erwachsenen ist nicht möglich. Für alle Kinder unter 12 Jahren werden während der Reise zusätzlich kostenfreie Covid-19-Tests zur Selbstkontrolle angeboten. Die Reederei ist sich sicher: "Aufgrund unserer hohen Testfrequenz sind wir in der Lage, schnell zu reagieren und positiv getestete Personen sowie ihre engsten Kontakte umgehend zu identifizieren." Infizierte Gäste und Crewmitglieder werden dann in Abstimmung mit örtlichen Behörden in landseitige Unterkünfte übergeben und die Gesundheitsbehörden entsprechend informiert.

Corona-Ausbruch zwang zu Abbruch und Ausschiffung

Am 3. Januar war für 2.844 Gäste an Bord der AidaNova ein Traum endgültig geplatzt. Denn die Kreuzfahrt von Hamburg aus konnte nicht weiter wie geplant stattfinden, teilte damals der Kapitän des Schiffes per Lautsprecherdurchsage an Bord mit. Das Schiff durfte den Hafen von Lissabon wegen eines Corona-Ausbruchs unter Crewmitgliedern nicht verlassen. Tagelang lag es dort vor Anker. Auch einzelne Passagiere sollen sich angesteckt haben. Ein Versuch, die infizierten Besatzungsmitglieder kurzfristig auszutauschen, schlug fehl. Die anschließende Ausschiffung und der Rücktransport der Gäste in ihre Heimatdestinationen verlief dabei stellenweise chaotisch.

IM VIDEO: Corona-Alarm auf der AIDA Nova - Kapitän spricht zu den Gästen

Nächste Fahrt nach Zwischenstopps im Mittelmeer

Am 5. Januar verließ die AidaNova Lissabon Richtung Barcelona, um dort Treibstoff an einem Bunkerschiff den emmissionsärmeren LNG-Treibstoff zu tanken. Danach steuerte das Schiff wieder den Hafen von Lissabon an, um eine neue Crew aufzunehmen. Von dort aus ging es schließlich am 10. Januar um 12:30 Uhr Richtung Gran Canaria, in den Hafen von Las Palmas, wo es zurzeit vor Anker liegt - und sich auf die nächste Reise vorbereitet. (ija)