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Classic Ponys galoppieren mit Kutsche über norddeutsche Felder und Straßen

Wie in einer anderen Zeit

Classic Ponys galoppieren mit Kutsche über norddeutsche Felder und Straßen

Pferdekutsche statt Automobil Kutscher in Scheden
01:23 min
Kutscher in Scheden
Pferdekutsche statt Automobil

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Mit zwei PS und auf dem Kutschbock durch die Natur

Wie es ist, wenn das Leben ein einziger Ponyhof ist, zeigen wir Ihnen hier im Video, denn in Scheden in Südniedersachsen gehören die selbstgezüchteten Classic-Ponys von Michael Zimmermann fest zum Ortsbild dazu. Regelmäßig rattert er dort mit seiner Kutsche durchs Gelände. Die Tiere dafür bildet er auf seinem eigenen Hof aus. Worauf es dabei ankommt und was die Arbeit so besonders macht, sehen Sie hier.

Kleine Ponys ganz groß

Mit etwas über einem Meter sind Janko und James zwar nicht besonders groß. Wenn Michael Zimmermann und seine Frau Gerda ihre Classic Ponys vor die Kutsche spannen, bringen die Tiere aber ordentlich Kraft auf.
Richtung und Tempo gibt der 70-Jährige ihnen auf dem Kutschbock vor. „Mit den Leinen habe ich die Verbindung zum Gebiss, kann damit spielen und kann den Ponys zeigen, was ich von ihnen möchte. Mit der Peitsche kann ich zusätzlich sowohl treibende als auch verwarnende Hilfen heben, kann auch die Stellung geben, also wenn es um die Kurve geht, kann ich sie hier an der Rippe antippen und ihnen sagen, sie sollen sich biegen.“

Züchten aus Tradition...und Zufall!

Seit 1981 züchten die Zimmermanns Classic-Ponys - langbeinige Shetland-Ponys, die seit 2000 als eigene Rasse eingetragen sind. Über 100 Mal haben ihre Tiere inzwischen Nachwuchs bekommen. Dabei hat das Ehepaar vor 40 Jahren ganz klein angefangen. Züchterin Gerda Zimmermann:“ Wir hatten ursprünglich für unsere Kinder sportliche Shetlandponys gekauft und wie es so ist, wenn man eine gute Stute hat, möchte man ein Fohlen haben. Und dann waren die ersten Fohlen zuchtmäßig schon so gut bewertet, dass wir gesagt haben, das machen wir weiter, das macht einfach Spaß.“

Vom Hobby zum Beruf und zur Berufung

Züchterin Gerda Zimmermann mach die Arbeit mit den kleinen Ponys immer noch Freude.“Ich habe es immer als Hobby empfunden, gerade auch, als ich noch berufstätig war. Wenn ich nach Hause kam, bin ich zu den Ponyweiden gegangen, habe geguckt, ob alles gut ist, aber ich habe mich eben auch bewegt. Auch wenn ich im Stall mal miste oder so, das war für mich der Ausgleich. Das war nie Arbeit in dem Sinne.“

Und ihr Mann Michael bildet die jungen Ponys zum Kutschfahren aus und nimmt mit seinem erfahrenen Gespann regelmäßig an Turnieren teil. Eine kleine Erfolgsgeschichte made in Niedersachsen.