Giraffe Jamila stirbt bei Unfall im Zoo Hannover„Das müssen wir jetzt erst einmal verarbeiten“

Ein Zoo unter Schock!
Als Giraffe Jamila am Montag in ihrer Anlage plötzlich stürzt, eilen ihr die Mitarbeiter des Zoos sofort zu Hilfe. Doch es ist zu spät. Die 12-jährige Giraffenkuh stirbt noch am selben Tag.
Mögliche Todesursache könnte Genickbruch sein
Um die genaue Todesursache herauszufinden, wird das Tier jetzt in der Pathologie der Tierärztlichen Hochschule Hannover untersucht. Ein erster Verdacht: Genickbruch. Das Ergebnis der Untersuchung könne aber noch einige Tage auf sich warten lassen.

„Wir sind sehr, sehr traurig”, zitierte der Zoo die Tierpfleger. Jamila sei eine „liebenswerte, ruhige und zurückhaltende Giraffenkuh” gewesen, ”wir werden sie sehr vermissen”.
Jamila war eine Nubische Giraffe, kam am 21. April 2013 im Erlebnis-Zoo zur Welt und lebte auf der Giraffenanlage mit einer weiteren Giraffenkuh.
Tierpfleger: „Das müssen wir jetzt erst einmal verarbeiten”
„So ein Unfall schockiert das ganze Team,“ sagt Zoo-Geschäftsführer Andreas M. Casdorff, „das müssen wir jetzt erst einmal verarbeiten.“
Rothschild-Giraffen können nach Angaben des Berliner Tierparks im natürlichen Lebensraum bis zu 25 Jahre alt werden, in menschlicher Obhut bis zu 35 Jahre.
Der Zoo gibt die andere Giraffe ab
Nach dem Tod von Jamila gibt es im Zoo laut der Sprecherin nur noch eine Giraffe: Niobe. Sie solle in den kommenden Wochen an einen anderen Zoo abgegeben werden, damit sie dort in einer Herde leben könne, sagte die Sprecherin.
In der Wildbahn leben nur noch etwa 70.000 Tiere
Langfristig plane der Erlebnis-Zoo Hannover jedoch ein neues Giraffenhaus und wolle wieder Giraffen halten. Giraffen gelten laut der Internationalen Roten Liste als gefährdet. In der Wildbahn gibt es nach Angaben des Zoos nur noch etwa 70.000 Tiere. Der Bestand sinke. (cko/sis mit dpa)
Verwendete Quelle: dpa


