Vom Straßenhund zum SorgenkindWelpe Karl mit zehn Wochen auf der Straße gefunden

Welpe Karl ist im Tierheim Lübbersdorf untergekommen
Welpe Karl ist im Tierheim Lübbersdorf untergekommen
Tierheim Lübbersdorf
von Ana Tontsch

Mit zehn Wochen alleine auf den Straßen Rumäniens
Karl wurde als Welpe auf der Straße in Rumänien gefunden - ganz allein, ohne Schutz und Orientierung. Schon damals fiel auf, dass mit seiner rechten Vorderpfote etwas nicht stimmt. Sein Glück: Eine Organisation hat den Welpen an das Tierheim in Lübbersdorf vermittelt und ihm somit einen zweiten Start ermöglicht. Heute ist Karl fünf Monate alt, aber seine Pfote wirft weiterhin Fragen auf.

Zwischen Unfall, Operation und ungewisser Zukunft

Im Tierheim Lübbersdorf angekommen, musste Karl sich zunächst erholen und wurde gründlich untersucht. In Rumänien ging man davon aus, dass es sich bei seiner Pfote um eine Fehlbildung handle. Doch vieles deutet darauf hin, dass Karl einen schweren Unfall hatte. Vielleicht mit einem Auto, vielleicht ist er in eine Falle geraten. Seine Knochen stehen, wie Kristina Mann vom Tierheim Lübbersdorf beschreibt, „kreuz und quer“. Dazu kommt eine Entzündung im betroffenen Bein. Eins ist sicher: Der kleine Kämpfer hat viel Schmerz und Leid erlebt. Jetzt steht eine Operation an, mit der Hoffnung zu retten, was zu retten ist. Doch Karls Zukunft ist noch ungewiss, auch eine Amputation sei nicht ausgeschlossen, so Kristina Mann im Gespräch mit RTL.

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So viel Lebensfreude trotz großem Leid

Und trotzdem ist Karl genau das, was er sein sollte: ein junger Hund. Verspielt, neugierig und voller Energie. Seit die Entzündung behandelt wird, ist er von Tag zu Tag beweglicher. Man merkt: In ihm steckt Lebensfreude, die sich nicht so leicht nehmen lässt. Voller Entschlossenheit testet er seine Grenzen aus und muss manchmal etwas gebremst werden, damit er sich aus lauter Freude nicht übernimmt. Aktuell lebt Karl tagsüber im Tierheim und darf abends mit in eine Pflegestelle. Dort spielt er mit Hunden, Katzen und sogar Hühnern - und sammelt erste Erfahrungen in einem ganz normalen Alltag. Fremden gegenüber ist er bisher noch vorsichtig, aber mit etwas Zeit taut er schnell auf.

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Was Karl jetzt wirklich braucht

Was der kleine Kämpfer jetzt braucht, ist mehr als ein neues Zuhause. Er braucht Menschen, die verstehen, dass sein Geschichte noch nicht zu Ende erzählt ist. Menschen, die bereit sind, ihn medizinisch zu begleiten und ihm gleichzeitig die Sicherheit geben, die er bislang nicht hatte. Das Tierheim Lüddersdorf wünscht sich für ihn ein ebenerdiges Zuhause mit einem Garten. Wichtig sei aber auch Geduld und die Bereitschaft, sich auf ihn einzulassen. Denn Karl ist noch ein Kind, das Routinen kennenlernen und Vertrauen aufbauen muss. Wer sich auf ihn einlässt, bekommt jedoch einen jungen Hund, der voller Freude steckt. Interessierte können sich an das Tierheim Lübbersdorf wenden.

Verwendete Quellen: eigene RTL-Recherche