14. Mai 2019 - 17:05 Uhr

Was ist Chemsex?

Es ist ein internationaler Sex-Trend, der vor vielen Jahren auch nach Deutschland schwappte: Chemsex. Was hinter diesem Begriff steckt und warum er so gefährlich ist, erfahren Sie hier.

Was versteht man unter Chemsex?

Unter dem Begriff Chemsex versteht man sexuellen Verkehr unter Einfluss von Drogen, vor allem Substanzen wie Liquid Ecstasy, GHB/GBL, Crystal Meth, Ketamin oder Mephedron. Die verschiedenen Mittel wirken leistungssteigernd und aphrodisierend, das Bedürfnis nach Schlafen, Trinken und Essen wird durch die Einnahme teils tagelang unterdrückt.

Man konsumiert kurz vor dem Sex oder während des Geschlechtsverkehres die Drogen, um seine Libido zu stärken. Durch die Einnahme sinkt auch die Hemmschwelle beim Konsumenten. Zusätzlich nehmen einige noch so genannte Popppers, das sind flüssige schmerzhemmende Substanzen. Sie werden oft vor dem Analverkehr verwendet, um die Muskulatur zu entspannen.

So entstand der Trend

Chemsex ist von der homosexuellen Szene geprägt und durch die Nutzung von Dating-Apps wie Grindr und Co. entstanden. Der Trend zu Chemsex-Partys und -Orgien nahm in den vergangenen Jahren stark zu und ist schon lange nicht mehr nur in der Schwulenszene beliebt.

Im Video: So kehrt die Lust auf Sex zurück

Bevor wir verraten, wie gefährlich Chemsex ist, zeigen wir im Video, wie Sie Ihrem Liebesleben auch ohne Drogen neuen Schwung geben können!

Die Gefahren von Chemsex

Drogenabhängigkeit

Der Konsum von chemischen Drogen kann den Konsumenten schnell abhängig machen. Zudem können falsche Dosierungen, schmutzige Inhaltsstoffe und Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten nach der Einnahme ungeahnte Nebenwirkungen auslösen, die lebensgefährlich werden können.

Geschlechtskrankheiten

Durch den Konsum der Drogen verliert man seine Hemmungen, der Konsument verzichtet dadurch häufig auf Verhütung und die Chance auf Geschlechtskrankheiten - wie Hepatitis, HIV, HPV, Tripper, Chlamydien oder auch Syphilis - steigt.

Verletzungsgefahr

Die Drogen können Konsumenten auch dazu bringen, ungewöhnliche Praktiken auszuprobieren. Dadurch das die Chems stimulierend und Poppers schmerzunterdrückend wirken, ist die Dauer des Geschlechtsverkehrs länger und das Verletzungsrisiko steigt.

Weitere Informationen gibt es in einer Online-Broschüre zu Chemsex der Deutschen AIDS-Hilfe.