Chaos in australischem Ferienort

Riesiger Seeelefant versucht, in Tankstelle einzubrechen

Hunderte Menschen fotografierten und filmten "Henry" bei seinem Ausflug.
Hunderte Menschen fotografierten und filmten "Henry" bei seinem Ausflug.
TikTok/mi00072

Schaulustige beobachten, wie im ruhigen Ferienort Point Lonsdale, anderthalb Stunden südlich von Melbourne, in eine Tankstelle eingebrochen wurde. Nicht etwa von einem Kriminellen – nein, es war der Seeelefant „Henry“, der aus irgendeinem Grund versuchte, die Fenster einzuschlagen. Der Einbruchsversuch entpuppt sich als großes Missverständnis, berichtet die „Mail Online“.

Seeelefant Henry kommt schon seit über zehn Jahren an die Strände

Die riesige Robbe unternahm am Freitag (20. Januar) einen Rundgang durch den kleinen Ferienort. Erstmal nichts Ungewöhnliches, denn die Einheimischen glauben, dass es sich bei der Landratte um keinen Geringeren als „Henry" handelt, der seit über zehn Jahren die Strände der Gegend besucht. Er ist so etwas, wie eine lokale Legende.

Doch diesmal war etwas anders: Er bahnte sich seinen Weg bis zur einzigen Tankstelle der Stadt und fing an die Fenster einzuschlagen. Hunderte Schaulustige versammelten sich, um einen Blick auf die Robbe zu erhaschen. Auch der Verkehr musste für das riesige Tier angehalten werden.

Lese-Tipp: Polizei rettet verirrte Robbe aus Seitenkanal in Elmshorn

Im Video: Robbe macht Pupsgeräusche mit dem Mund

Robbe macht Pupsgeräusche mit dem Mund Wie geht das denn?
00:51 min
Wie geht das denn?
Robbe macht Pupsgeräusche mit dem Mund

30 weitere Videos

Anzeige:

Empfehlungen unserer Partner

Henry dachte, seine Spiegelung wäre eine andere Robbe

Doch warum versucht Henry die Scheiben einzuschlagen? Berichten zufolge wurde das Tier von seinem eigenen Spiegelbild verwirrt. Er dachte, er sehe einen anderen Seeelefanten in der Spiegelung der Fensterscheibe. Was zunächst nach einer witzigen Geschichte klingt, war in Wahrheit also ein verwirrtes Tier, das Hilfe brauchte.

Lese-Tipp: Robbe robbt auf Highway

Und die bekam es: Die Behörden forderten die Öffentlichkeit auf, sich mindestens 30 Meter von dem Säugetier zu entfernen. Der Polizei und den Naturschützern gelang es außerdem, das verwirrte Tier von den Menschenmassen weg und in Richtung Wasser zu locken. Sie brachten den Seeelefanten dazu, sich langsam auf einen Mann zu stürzen, der sich mit dem Rücken zum Wasser bewegte. Das Tier ließ sich langsam ins Wasser gleiten, während Hunderte von Menschen vom Strand aus verfolgten, wie es in den Wellen verschwand. (jjä)