Union rechnet immer noch mit Wahlsieg

„Die Mehrheit will keine Links-Republik“

21. September 2021 - 10:55 Uhr

Die Spannung steigt

von Andreas Kock

Ein Wimpernschlag-Finale werde es am Ende, kündigt CSU-Chef Markus Söder für den Ausgang der Bundestagswahl an. CDU-Generalsekretär sieht es ähnlich und spricht von einem knappen Finale. Aber er sei optimistisch, es gebe einen Stimmungsumschwung, so Paul Ziemiak. Denn das ständige Beschwören einer Richtungswahl zeige Wirkung.

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„Leute schauen genau hin“

CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak hat mit Blick auf die Bundestagswahl von einem knappen Finale gesprochen. Er sei aber davon überzeugt, dass die Union vorne liegen werde. Er sehe einen Stimmungsumschwung. "Das hat sehr viel mit den Triellen zu tun, das hat auch mit dem Auftritt von Armin Laschet beim CSU-Parteitag zu tun", sagte Ziemiak im "Frühstart" von RTL.

Die Menschen würden noch einmal genau hinschauen. "Die Mehrheit will nicht in einer Links-Republik leben, sondern will, dass wir Arbeitsplätze sichern, dass wir gut in die Zukunft gehen und dafür steht die Union."

Spekulationen über eine mögliche Regierungsbildung nach einer möglichen Wahlniederlage lehnte Ziemiak als "völlig theoretische Debatte" ab. "Wir haben gesehen, dass bei der Wahl in Niedersachsen, in den Umfragen Ende August wir weit abgeschlagen hinter der SPD lagen, aber die Menschen haben anders entschieden." Man habe diese Kommunalwahl in Niedersachsen gewonnen. Und das sei das Ziel. "Wir wollen nicht Umfragen gewinnen, sondern Wahlen."

Nach Streit über Hartz IV

Nach der hitzigen Sozialstaatsdebatte im letzten der drei Kanzlerkandidaten-Trielle hat Paul Ziemiak die Position von CDU/CSU noch einmal verteidigt. Armin Laschet sei der einzige gewesen, der über die Menschen gesprochen hat, die jeden Tag aufstehen, die Kinder fertig machen, arbeiten gehen, Steuern und Abgaben zahlen. Die will er entlasten", so Ziemiak im "Frühstart" von RTL.

Die SPD habe den genau den gegenteiligen Plan. "Sie wollen die Menschen zur Kasse bitten, die arbeiten gehen und wollen beispielsweise dafür im Gegenzug Hartz IV bedingungslos machen." Man solle sich nicht einmal mehr bemühen müssen, Arbeit zu finden. Ziemiak weiter: "Das ist ungerecht, gerade gegenüber denjenigen, die Steuern und Abgaben zahlen."