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Butscha: Kommentar zu entsetzlichem Massaker in der Ukraine - Die Welt darf nicht wegschauen!

Die Kriegsverbrechen der russischen Armee - ein Massaker mit Ansage

Massaker von Butscha: Die Toten klagen an!

Die entsetzlichen Bilder von Butscha gehen um die Welt Russische Gräueltaten
01:45 min
Russische Gräueltaten
Die entsetzlichen Bilder von Butscha gehen um die Welt

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von Christian Berger

Die Bilder der Leichen auf den Straßen von Butscha haben weltweit Entsetzen und Empörung ausgelöst. Es bestehen keine ernsthaften Zweifel an dem Urheber dieses Massakers: Die russische Armee. Das belegen die zahlreichen Aussagen von Überlebenden, die das Töten aus nächster Nähe mit ansehen mussten. Die Welt darf nun nicht wegschauen!

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Menschenleben zählen für die russische Armeeführung nichts

Der Ort Butscha stand seit Beginn der Invasion unter russischer Besatzung. Die Behauptung der russischen Regierung, es handele sich um eine Inszenierung ist von brutaler, zynischer Dreistigkeit. Aber das Vorgehen der russischen Armee hat Tradition.

Ob im Tschetschenien-Krieg oder in Syrien: Das rücksichtslose Vorgehen gegen die Zivilbevölkerung – in Grosny starben Tausende von Zivilisten genau wie in Aleppo – gehört zur Taktik der russischen Armee. Es ist ein Terrorkrieg und das Kalkül ist, dass der Gegner - auch wenn er nicht militärisch bezwungen werden kann - dennoch aufgibt. Einfach um das massenhafte Sterben zu beenden.

Menschenleben zählen für die russische Armeeführung nichts. Auch nicht die der eigenen Soldaten. Die Leichen der russischen Soldaten bleiben oft einfach auf dem Schlachtfeld liegen. Beobachter sagen, selbst die Taliban in Afghanistan wären mit ihren toten Kämpfern respektvoller umgegangen.

Welche rote Linie muss Putin noch überschreiten?

Es ist zu befürchten, dass in der Ukraine noch viele Orte zu Tatorten von Kriegsverbrechen erklärt werden müssen. Man kann nur hoffen, dass die Welt dieses Mal nicht wegschaut, weil sie mitten in Europa stattfinden. Nicht im fernen Tschetschenien oder in Syrien. Wo es die Bundesregierung bei einer Ermahnung belassen hat – und dann gerne auf die wichtigen Wirtschaftsbeziehungen verwies. Der Slogan „Wandel durch Handel“ war nicht nur falsch, er war sogar zynisch angesichts der Verbrechen der russischen Armee. Ein Energie-Embargo wird uns weh tun. Einem Kriegsverbrecher Euro für Gaslieferungen zu zahlen, schmerzt mehr. Welche rote Linie muss Putin noch überschreiten?

Der russische Präsident Putin ist ein Kriegsverbrecher und wie andere Staatschefs vor ihm gehört er vor das Haager Tribunal. Mit den Verantwortlichen seiner Armee. Es steht in den Sternen, ob es jemals dazu kommen wird. Aber die Toten von Butscha klagen an.

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