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Bushidos Sohn hat das PFAPA-Syndrom: Was genau ist das? Dr. Specht klärt auf zu Symptomen & Co.

Wiederkehrende Fieberschübe

Bushido-Sohn hat das PFAPA-Syndrom - Arzt erklärt, was dahinter steckt

Anna-Maria Ferchichis Sohn leidet unter dem PFAPA-Syndrom Djibrail hat Fieber und Schmerzen

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von Patricia Dreesbach

40 Grad Fieber und Schmerzen: Eltern leiden mit ihren Kindern mit, wenn diese krank sind. Was aber, wenn das Fieber alle paar Wochen ständig wiederkommt? Das erleben gerade Anna-Maria Ferchichi und ihr Mann Bushido. Der gemeinsame Sohn Djibrail hat das Pfapa-Syndrom (früher auch Marshall-Syndrom genannt). Wie Eltern erkennen können, ob ihr Kind auch betroffen ist, erklären wir hier.

Symptome des Pfapa-Syndroms

Das PFAPA-Syndrom ist die häufigste Ursache bei wiederkehrendem Fieber bei Kindern. Es tritt ganz plötzlich und schubweise für 4 bis 6 Tage auf. Neben den charakteristischen Fieberschüben beschreibt Arzt und Allgemeinmediziner Dr. Christoph Specht im RTL-Interview noch drei weitere Anzeichen für das PFAPA-Syndrom: „Zusätzlich haben Betroffene eine Tonsillitis und Adenitis“. Dahinter stecken Rachenmandel- und Gaumenmandelentzündungen sowie geschwollene Lymphknoten. Ein weiteres Symptom seien sogenannte Aphten . Dies sind schmerzende Bläschen im Mundraum.

Der Abstand zwischen den Fieberschüben variiere zwischen 3 und 8 Wochen. Laut dem Mediziner trete das Syndrom vor dem 5. Lebensjahr auf und bilde sich bis zum Jugendalter zurück. Vereinzelt gebe es jedoch auch noch betroffene Erwachsene.

Für eine Abklärung ist ein Besuch beim Kinderarzt notwendig.

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Ursachen

Bislang konnte noch keine Ursache für das PFAPA-Syndrom festgestellt werden. „Es wird häufig unter den hereditären, also den erblichen, Fieberschüben geführt, obwohl man keine Genetik gefunden hat“, so Dr. Specht.

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Spätfolgen der Krankheitsschübe

In der Regel werde mit keinen Spätfolgen gerechnet. Arzt Dr. Specht betont: „Betroffene haben keine Entwicklungsverzögerung“. Nur während der Schübe seien die Kinder eingeschränkt, da sie sich krank fühlen. So könnten sie nicht in die Schule gehen, aber „in der restlichen Zeit entwickeln sie sich ganz normal, das Syndrom ist weder mit einer Intelligenzminderung noch mit einer körperlichen Schwäche verbunden“, so der Allgemeinmediziner.

Therapie

Eine Behandlung der Krankheit sei nicht möglich. Es werden in der Regel die Symptome medikamentös behandelt, um die Schübe abzumildern. „Gegen das Fieber kann man Paracetamol geben zum Beispiel“, so Dr. Specht.

Diagnose

Da die Fieberschübe oft als Infekte diagnostiziert werden, wird das PFAPA-Syndrom bei einigen Kindern nicht erkannt: „Am Anfang heißt es dann, dass Kind hat wieder einen Infekt. Das kann auch vorkommen, aber manchmal ist es so, dass man keinen Erreger findet. Es also keine neue Infektion ist, sondern es immer wieder zu diesen Fieberschüben (durch das Syndrom) kommt“. Laut Dr. Specht sei die Diagnose für Eltern sehr wichtig, um die Sorge zu nehmen: „Die Diagnose würde sagen: ‘Machen sich keine Sorgen. Ihr Junge ist an sich kerngesund und hat kein geschwächtes Immunsystem oder sonst irgendwas, sondern nur das Syndrom. Das verwächst sich wieder’.“

Häufigkeit

Über die Häufigkeit und Verbreitung der Krankheit sei wenig bekannt: „Es gehört auch eher zu den seltenen Erkrankungen, man kann nicht sagen, wie viele Fälle es in Deutschland gibt“, so Dr. Specht.