Carsten Breuer soll Corona-Krisenstab leiten

Bundeswehrgeneral im Kampf gegen Corona: Wer ist der neue Corona-Krisenmanager?

Generalmajor Carsten Breuer
Generalmajor Carsten Breuer
© dpa, Nicolas Armer, nar jai

29. November 2021 - 14:16 Uhr

Neuer Krisenmanager im Kanzleramt

von Christian Wilp

Ein Soldat soll nun richten, woran die Zivilisten offenbar gescheitert sind: Generalmajor Carsten Breuer ist unbestätigten Berichten zufolge von der Ampel-Koalition mit der Leitung des Corona-Krisenstabes betraut worden. Der 56jährige Logistik-Experte der Bundeswehr soll sich demnach um eine bessere Koordination der Corona-Maßnahmen kümmern. Angeblich hat er bereits heute ein Büro im Kanzleramt bezogen.

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Breuer im politischen Berlin weitgehend unbekannt

Fragt sich, wer ist dieser mutmaßliche Krisenmanager des schwarz-grün-gelben Bündnisses? Auch in der politischen Berlin-Blase mussten viele den Namen erst einmal googeln.

Breuer ist am 1. Dezember 1964 im westfälischen Letmathe (heute ein Stadtteil Iserlohns) geboren worden. Nach dem Abitur 1984 ging er direkt zum Bund, schloss an der Bundeswehrhochschule in Hamburg ein Studium als Diplom-Pädagoge ab und kletterte anschließend, durchaus Bundewehr-typisch, über diverse Stationen im In- und Ausland die militärische Karriereleiter hoch.

Er war unter anderem in Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Sachsen, Baden-Württemberg, Berlin, Brüssel, in den USA, im Kosovo und in Afghanistan im Einsatz.

Breuer organisierte bereits Einsätze von Soldaten im Kampf gegen Corona

Zuletzt war Breuer Kommandeur des Kommandos Territoriale Aufgaben der Bundeswehr, welches Einsätze der Streitkräfte in Form von Amtshilfe für zivile Behörden verantwortet. Breuer koordinierte Truppeneinsätze bei Katastrophen wie Hochwasser oder Afrikanischer Schweinepest, und kümmerte sich seit dem Frühjahr 2020 auch um das Management der Bundeswehr im Kampf gegen die Corona-Pandemie. Breuer organisierte den Einsatz von Soldaten in Einrichtungen des Gesundheitswesens.

Spätestens in dieser Funktion fiel der Vater dreier Kinder offenbar durch sein Organisationstalent und seine Durchsetzungskraft auf, welche nun im Kampf gegen den unsichtbaren Feind gefordert sein dürfte. Eine offizielle Bestätigung der Personalie war von den Ampelfraktionen heute nicht zu erhalten. Angeblich aber soll der Generalmajor morgen Mittag im Rahmen einer Pressekonferenz der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Gut möglich also, dass Breuer angesichts des Infektionsgeschehens eher mit seiner Arbeit beginnt als die künftige Regierungskoalition der Ampelpartner.

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