Andreas Bovenschulte (SPD) im "Frühstart"

Bremens Bürgermeister: „Wir brauchen strikte Regeln für Reiserückkehrer“

Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte verteidigt Impfangebot für Kinder ab 12 Jahren
Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte verteidigt Impfangebot für Kinder ab 12 Jahren
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06. August 2021 - 10:28 Uhr

Bremens Bürgermeister will konsequente Maßnahmen für Urlauber

von Daniel Heyd

Nächste Woche Dienstag (10.08.) kommen Bund und Länder zur Ministerpräsidentenkonferenz zusammen. Ein Thema dabei wird wohl auch der Umgang mit Reiserückkehrern sein. Bovenschulte plädiert für konsequente Maßnahmen: "Da habe ich eine ganz klare Haltung – wir brauchen strikte Regeln für Reiserückkehrer." Man müsse jetzt genau schauen ob die seit 01. August geltenden Regeln ausreichen oder ob noch weiter nachjustiert werden müsse, so der Bremer Bürgermeister.

Bovenschulte weist aber auch darauf hin, dass die Regeln keine Maßregelung gegen Urlauber sein dürfen: "Es ist sehr wichtig das Problem mit den Reiserückkehrern in den Griff zu bekommen – aber nicht um die Menschen zu bestrafen oder zu schikanieren, sondern um uns vor einer steigenden Inzidenz zu schützen."

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Bovenschulte verteidigt Impfangebot für Kinder ab 12 Jahren

In Bremen werden ab heute Kinder ab 12 Jahren in die Impfzentren eingeladen – und das obwohl die Stiko noch keine Impfempfehlung ausgesprochen hat. Bovenschulte verteidigt das Vorgehen der Politik: "Der Impfstoff ist für Kinder ab 12 Jahren zugelassen. Die Stiko hat nur deshalb keine allgemeine Empfehlung ausgesprochen, weil das Risiko einer schweren Erkrankung bei Kindern sehr gering ist und weil es noch keine ausreichenden Daten über mögliche Restrisiken gibt."

Der SPD-Politiker betont aber auch, dass kein Kind und kein Erziehungsberechtigter unter Druck gesetzt werden dürfe: "Wir sagen in Bremen zu den Kindern nicht, dass sie sich impfen lassen sollen, aber wir informieren über die Möglichkeit."

In den Bremer Impfzentren würden Kinder- und Jugendärzte die Kinder und ihre Erziehungsberechtigten über die Impfung aufklären und anschließend könne es jeder für sich entscheiden, so Bovenschulte. "Das ist ein guter Weg zwischen einer allgemeinen Impfempfehlung und einem bloßen Achselzucken der Politik – als wäre es egal was mit den Kindern ist."