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Brake: Mann verbarrikadiert sich mit Frauenleiche in Mehrfamilienhaus - weitere verletzte Frau gefunden

Weitere Frau verletzt im Treppenhaus

Junge Frauenleiche in einer Wohnung in Brake gefunden

Ein Einsatzfahrzeug der Polizei mit Blaulicht
Symbolbild - Polizeiwagen mit Blaulicht
picture alliance / Fotostand, Fotostand / K. Schmitt

Brake: Tote und verletzte Personen im Mehrfamilienhaus

Am Freitagabend (10. Dezember 2021) schallen laute Schreie aus einem Mehrfamilienhaus in Brake (Landkreis Wesermarsch). Die Polizei rückt an. Im Treppenhaus finden die Beamten eine 25-jährige verletzte Frau – blutend mit schweren Stichwunden. In einer Wohnung verbarrikadiert sich ein 33-jähriger Mann. Als die Polizisten die Tür aufbrechen, machen sie eine grausame Entdeckung.

Polizei: "Eine Tat wie diese spricht sich schnell herum"

Brake ist eine kleine Kreisstadt in Niedersachsen. „Eine Tat wie diese spricht sich hier schnell herum, das wirkt abschreckend“, sagt Polizeisprecherin von Seggern gegenüber RTL Nord. Die verletzte Frau im Treppenhaus sei eine 25-jährige Hausbewohnerin gewesen. Sie wies mehrere Verletzungen auf, die offenbar durch Messerstiche verursacht wurden. Rettungskräfte brachten die Frau in ein Krankenhaus. Die 25-Jährige gab den Beamten wohl den Tipp, dass der Mann, der ihr das angetan habe, noch im Haus sei.

Verdächtiger versteckte sich mit toter Frau in Wohnung

Der 33-jährige Verdächtige hatte sich in einer Wohnung isoliert. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Oldenburg handelte es sich um seine eigene Wohnung in dem Mehrfamilienhaus. Spezialkräfte verschafften sich Zugang und fanden den Mann mit „erheblichen Verletzungen“ vor – so heißt es in einer Pressemitteilung der Polizei. Während der Festnahme entdeckten die Beamten dann die Leiche einer 26-jährigen Frau aus dem Landkreis Leer. Eine Obduktion ergab: Sie wurde erstickt. Die Ermittlungen laufen. Das Tatmotiv sei bislang unklar. Die Verstorbene und der Beschuldigte sollen sich bereits seit einiger Zeit gekannt haben. Die 25-jährige Frau ist schwer verletzt, sie befindet sich allerdings nicht in Lebensgefahr. Die Staatsanwaltschaft hat bereits am Samstag einen Haftbefehl gegen den beschuldigten 33-Jährigen erlassen. Er sitzt mittlerweile in Untersuchungshaft, ist schwer verletzt und aktuell nicht vernehmungsfähig. (sju)